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Spätburgunder Blanc de Noir 2016 trockenWeingut Gutzler, Rheinhessen

Spätburgunder Blanc de Noir 2016
trocken
Weingut Gutzler, Rheinhessen

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Weiss - Rosé - Rot - Orange?
Heute mal Weiss aus Rot!

30.05.2018

Die Welt ist im Wandel. Heute gibt es Weine nicht mehr nur in den Farben Weiß, Rosé und Rot. Neu hinzu gekommen ist die Farbe Orange. Weißwein wird aus weißen Trauben erzeugt, die Beeren abgepresst und nur der weiße Saft ohne die Beerenschalen vergoren. Rotwein und Rosé entstehen aus roten Trauben. Die Farbpigmente in der Beerenhaut der roten Sorten bleiben in Kontakt mit dem Saft aus dem weißen Fruchtfleisch (siehe Foto) und färben ihn, wenn der Saft über mehrere Stunden oder Tage die Pigmente aus der Haut auslaugen kann.

Orange-Wein wird ähnlich wie Rotwein erzeugt, allerdings mit weißen Trauben. Die Häute der weißen Beeren haben wenig Farbpigmente, das Ergebnis sind goldgelbe bis orangefarbene Weine. Kommt noch Oxidation hinzu, wird die Farbe noch dunkler. Mit der Farbe gelangen aber auch Gerbstoffe aus der Haut in den Wein. Das ergibt ein ungewohntes Geschmacksbild, viele dieser Weine erinnern eher an Rot- denn an Weißweine.

Eine besondere Kategorie sind Weißweine aus roten Trauben. Für die sogenannten „Blancs de Noirs“ werden die Beeren abgepresst, ohne dass die Pigmente den Saft färben. Das funktioniert nur mit flachen Pressen oder einer schnellen Verarbeitung. Bekanntestes Beispiel ist Champagner, der neben Chardonnay auch aus den roten Sorten Pinot Noir und Pinot Meunier erzeugt wird.

„Blancs de Noirs“ erfreuen sich in Deutschland steigender Beliebtheit. Die meisten werden aus der Sorte Spätburgunder erzeugt, denn diese Sorte hat den Vorteil einer dünnen Beerenhaut und damit wenig Farbstoffe.

Leider gibt es ziemlich viele dürftige Weine in dieser Kategorie. Die stammen dann meist aus der Vorlese, damit die verbleibenden Trauben (die später gelesen werden) besser reifen, um den daraus zu kelternden Rotwein besser zu machen. Die Aromen in den vorgelesenen Trauben sind dann aber nicht reif und die Säure noch recht hoch. Die Folge: säuerliche, dünne Weine ohne Spiel und Finesse. Das andere Extrem: Die Trauben sind von Fäulnis befallen, werden trotzdem gelesen und verarbeitet. Wegen der Fäulnis ist die Farbausbeute schwach, also jagt der Kellermeister den hellen Rotwein durch den Aktivkohlefilter und entzieht damit noch mehr Farbe. Leider bleiben trotzdem noch dumpfe Aromen im Wein, und das schmeckt nicht sonderlich gut.

Ein besonders schönes Exemplar von einem Blanc de Noirs möchte ich Ihnen hier vorstellen: Michael Gutzler vom VDP-Weingut Gutzler aus Rheinhessen erzeugt einen weiß gekelterten Spätburgunder, der schon Sommerwein des Jahres der Fachzeitschrift VINUM war. Um dieses Spitzenniveau zu halten, verwendet er aus einer eigens dafür vorgesehenen Parzelle nur top-gesunde und reife Spätburgundertrauben. Daraus entsteht ein aussagekräftiger, lebhafter Wein mit feinem Schmelz und zarter Mineralität. Er ist so gut, dass er sogar drei, vier Jahre lang großen Genuss bereitet. Mit enormer Saftigkeit und finessenreichem Spiel begeistert er auch anspruchsvolle Weinliebhaber. Seine lebhafte Frische ist so animierend dass man sich wundert, wie schnell sich die Flasche leert.

In unserem Video zum Wein des Monats erklärt Michael Gutzler das besondere an seinem Blanc de Noirs:

Video Wein des Monats

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Als Speisenbegleiter passt er vorzüglich zu vegetarischen Gerichten, selbst mit Salaten hat er keine Mühe. Geflügel passt er sich genauso gut an wie asiatisch gewürzten Gerichten. Da er nur 12% Alkohol hat, kann man auch mal ein Gläschen mehr trinken. Der perfekte Sommerwein also!

Text: Frank Roeder MW

Foto: Wikipedia

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