Weingut des Monats Juli: Bodegas Bleda in Jumilla (Spanien)

01.07.2010

Seit vielen Jahren erfreuen wir uns an den delikaten und sehr preiswürdigen Rotweinen der Bodegas Bleda aus der spanischen Region Jumilla. Doch dieses Jahr hat uns Juan Jimenez, Inhaber und Leiter der Bodegas Bleda, mit einem Qualitätssprung bei seinem Weiß- und seinem Roséwein überrascht.

Juan Jimenez Bodegas BledaIm südlichen Spanien, in der Region Jumilla, liegen die 250 Hektar Reben der Bodegas Bleda in einer Höhe von 650 Meter über dem Meeresspiegel, zu Füßen des Castillo de Jumilla, das den Weinen seinen Namen gab. Diese Höhe ist im heißen und trockenen Süden Spaniens von großer Bedeutung, denn nur so kühlen des Nachts im Sommer die Temperaturen auf erträgliche Maße ab. So können die Trauben weiter reifen und Mineralien einlagern.

Monastrell BledaDie Monastrell ist eine Rebsorte, die sowohl Trockenheit als auch Hitze gut verträgt. In Frankreich wird die Monastrell Mouvèdre geannt und ist ein wichtiger Verschnittpartner in vielen Weinen der südlichen Rhône sowie des Languedoc. Auch dort ist man der Meinung: je wärmer umso besser die Qualität. Juan Jimenez kultiviert die Monastrell in niedriger Gobelet-Erziehung mit großen Abständen. Das hält die Erträge pro Hektar niedrig. Durch kurzen Anschnitt achtet er auch auf niedrigen Ertrag pro Rebe, damit der Wasserstress der Pflanzen erträglich bleibt. Dass mäßiger Wasserstress der Qualität der Beeren zugute kommt, ist weithin bekannt, denn nur so wird die Rebe gewzungen, tief zu wurzeln und somit ausreichend Wasser und zahlreiche Mineralien zu finden.

 

Aus der Monastrell wird reinsortig ein sehr gefälliger. attraktiver, süffiger Alltagswein erzeugt: Der CASTILLO DE JUMILLA MONASTRELL ist ein jugendlicher, herrlich saftiger tiefdunkler Rotwein mit wunderbarer Kirschfrucht und leicht brotigen Aromen, die so typisch für diese Rebsorte sind. Ohne jeglichen Holzeinfluss zeigt er dennoch eine kraftvolle Struktur mit erstaunlich weichen Gerbstoffen. Ein echter Preis-Genusshit!

Bodegas Bleda Crianza KellerIm neu gebauten Reifekeller lagern die Fässer, in denen sowohl die Crianza als auch die Riserva ihrer Vollendung harren. Die Reifung im Holz macht die Weine noch geschmeidiger, dichter und komplexer. Die CASTILLO DE JUMILLA CRIANZA verbringt rund neun Monate in den Barriques aus französischer und amerikanischer Eiche und ist ein Prototyp für modernen, spanischen Rotwein.

Die CASTILLO DE JUMILLA RISERVA ist wie die Crianza eine Cuvée aus 90% Monastrell mit 10% Tempranillo. Dieser kleine Anteil Tempranillo wirkt wie das Salz in der Suppe. Durch ihre erfrischende Säure trägt die Tempranillo in hohem Masse zur Trinkfreudigkeit der Weine bei, die als reiner Monastrell in dieser Konzentration vielleicht zu schwer wirken könnte. So hingegen ist der Wein geradezu perfekt. Die 24monatige Reife verleiht der Riserva einen ungemein verführerischen Schmelz, das Holz ist perfekt eingebunden und harmoniert aufs Feinste mit der saftigen Kirschfrucht.

Der Topwein des Hauses ist der DIVUS: Er besteht aus 95 % Monastrell und zeigt, dass auch große Weine aus dieser Sorte möglich sind. Perfekte, handselektionierte Beeren aus über 30jährigen Rebstöcken, ein Ausbau über 18 Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche und größtmögliche Sorgfalt und Aufmerksamkeit sind die Voraussetzung hierfür. Die 5% Merlot in der Cuvée verleihen ihm fleischige Noten und Geschmeidigkeit. Ein Powerwein, mit großer Komplexität und sehr langem Finale.

Doch nun zu den beiden neuen Weinen in unserem Sortiment:

Ordentliche Weißweine, und die auch noch zu einem attraktiven Preis, sind in Spanien eher Mangelware. Umso begeisterter waren wir, dass Juan Jimenez von der Bodega Bleda uns dieses Jahr mit einem hoch attraktiven Pärchen rosé/weiß überrascht hat.

Seit mehreren Jahren schon hat Juan versucht, uns sowohl mit seinem Rosado als auch mit seinem Blanco zu überzeugen. Im warmen Klima der Region Jumilla, das sich perfekt für die Erzeugung dichter und konzentrierter Monastrell-Weine eignet, ist es umso schwerer, einen attraktiven Weißwein zu erzeugen. Uns waren sowohl sein Weißwein wie der Rosé zu leicht, zu wenig frisch und zu schwer. Wir empfahlen ihm, die Trauben für beide Weine etwas früher zu lesen, und die Vergärung bei deutlich niedrigeren Temperaturen duchzuführen, um die Frucht stärker zum Ausdruck zu bringen.

Es ist schön zu erleben, dass er diesen Ratschlägen gefolgt ist: Beide Weine glänzen mit lebhafter Frische und saftiger Frucht. Leicht sind sie auch noch, und so erfreuen wir uns an einem Pärchen idealer Sommer- und Terrassenweine, großer Trinkspaß für wenig Geld.

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