Weingut des Monats März: Valpiculata aus Toro (Spanien)

01.03.2010

Die kleine Weinbauregion Toro gilt immer noch als Geheimtipp unter Spaniens Anbaugebieten. Obwohl zahlreiche berühmte Winzer wie etwa Alejandro Fernandez dort investiert haben, ist Toro nur wirklichen Weinfreaks und Insidern bekannt.

Juan Pablo Peñalba Lopez, Sohn der legendären Pila  Peñalba (die Grande Dame der spanischen Weinwelt) vom Weingut Torremilanos, hat sich mit dem Mini-Weingut Valpiculata einen Traum erfüllt. Denn Weinbau in Toro ist schon wesentlich anders als in anderen spanischen Weinbaugebieten: Die Böden sind extrem sandig, weshalb die Reblaus dort nie hin kam. das ist auch der Grund, warum es dort noch so viele wurzelechte Rebstöcke gibt. Die auf Valpiculata sind größtenteil sehr alt, teilweise über 150 Jahre alt.

Uralter wurzelchter RebstockDadurch haben die Trauben nur wenige, sehr kleine Beeren, der Durchschnittsertrag liegt meist deutlich unter 20 hl/ha. Diese natürliche Reduzierung der Erträge verlangt keinen großen Arbeitsaufwand (z.B. durch Zurückschneiden), und die Weine sind von großer Konzentration.

Zwei Rotweine werden auf Valpiculata erzeugt:

Zum einen der Puertas Novas, ein herrlich saftiger, geschmeidiger Rotwein. Die Tinta de Toro (so nennt man dort die Tempranillo-Traube) gärt reinsortig 20 Tage lang, bevor sie dann für 5 Monate in Eichenholzfässern reift. 18 Monate Flaschenlagerung schließen sich an. Tiefdunkles Purpur mit violetten Reflexen, ein verführerisches Bukett nach Brombeeren und Pflaumen. Ein samtiger, weicher Wein mit feinen Tanninen, Geschmack von reifen schwarzen Beeren, mit leichter Toastaromatik und Noten von Kakao und Bitterschokolade im Finale. Ein Geheimtipp!

Der Topwein des Hauses nennt sich so wie das Weingut: Valpiculata. Die Rebstöcke für den Top-Wein sind alle über 100 Jahre alt, zum Teil sogar über 200 Jahre! Dadurch sind die Erträge niedrig und die Beeren locker und sehr klein. Er wird 18 Monate in neuen Barriques ausgebaut. In der Nase exotische Aromen, Gewürze, Pfeffer, Kümmel über einer soliden Basis von reifen schwarzen Früchten. Am Gaumen gewichtig, ein Potpourri an Aromen, dominiert von einer reifen, fast marmeladigen Frucht, aber auch Würzaromen. Enorme Konzentration, mächtig, mit Power. Ein Wein zum Kauen, sehr vielschichtig, geradezu fordernd, mit faszinierendem Finish. Der Wein ist ein Kunstwerk, von dem es nur 12.000 Flaschen gibt.

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