Wein des Monats Februar: 2013 Chianti Colli Senesi vom BIO-Weingut Cesani

31.01.2015

Diesen Monat wollen wir einmal die Anstrengungen eines Weingutes honorieren, immer besser zu werden und dabei auch die Umwelt zu respektieren. Auf dem toskanischen Weingut Cesani, das auf einem Hügel gegenüber dem Dörfchen San Gimignano liegt, wird zwar schon seit Jahren biologisch gearbeitet. Aber dann hat man sich doch entschieden, noch weiter an den Feinstellschrauben zur Qualitätsoptimierung zu arbeiten und sich auch entsprechend überwachen und zertifizieren zu lassen. Mit dem Jahrgang 2012 ist dies nun vollendet und die Weine von Cesani sind BIO-zertifiziert.

Man muss sich eigentlich wundern, dass um San Gimignano herum so wenige Weingüter biologisch arbeiten. Denn die Bedingungen sind optimal: Auf den hoch gelegenen Hügeln weht ständig ein trockener Wind. Die Rebberge sind durch die westlich gelegene, hohe Bergkette gut vor Feuchtigkeit geschützt. Und wenn es einmal regnet, sorgt der durchlässige Kalkmergelboden (der von Muschelkalk durchsetzt ist) für eine gute Drainage. Dadurch trocknen die Böden und insbesondere die Trauben gut ab, und selbst nach nebeligen Nächten im Spätherbst entsteht nur selten Fäulnisdruck. So kann man die Anzahl der Spritzungen niedrig halten, oder gar ganz auf systemische Mittel wie Herbizide und Pestizide ganz verzichten.

Die Weinberge von Cesani, San Gimignano

Die beiden Schwestern Marie-Luisa und Letizia managen nicht nur das Weingut, sondern gleich den ganzen Agrarbetrieb, bis hin zu dem mehrfach ausgezeichneten und überaus beliebten Agriturismo. Ihre Liebe zum Detail kann man also nicht nur in den Weinen entdecken, sondern auch in ihrer Gastfreundschaft. Wir können einen Aufenthalt dort nur wärmstens empfehlen, allerdings sollten Sie zeitig buchen, denn Cesani hat unglaublich viele Stammgäste, die regelmäßig kommen.

Marie-Luisa ist für den Weinkeller verantwortlich. Ihr Chianti Colli Senesi ist wie die meisten Chianti eine Cuvée, dieser hier aus den Sorten Sangiovese, Canaiolo und Malvasia Nera. Ein Hauch Cieliegiolo verleiht ihm eine feine Würze, der ihn erhaben und spannend macht. Auch wenn jeder einzelne Jahrgang ein würdiger Vertreter seiner Art sein soll, zieht sich ihre Handschrift wie ein roter Faden durch die Weine. Trinkigkeit und Saftigkeit darf man ihnen allen bescheinigen, ihre Rotweine haben Grip und sind eher von männlicher Tanninstruktur geprägt. So passen sie hervorragend zu dunklem Fleisch, besonders zu Wild, aber auch zu Grillgerichten und Pasteten.

 

Der große Bruder des Chianti ist übrigens ein wuchtiger Wein namens Luenzo, ein reinsortiger Sangiovese, der in überwiegend neuen Barriques ausgebaut wird. Ein mächtiger, wuchtuger Tropfen, ganz im Stile der Super-Toskaner.

Dass Marie-Luisa den Einsatz von Barriques beherrscht, beweist sie auch mit ihrem im Barrique vergorenen und ausgebauten Weißwein namens Sanice. Doch ihr beliebtester und auch erfolgreichster Wein ist der Vernaccia di San Gimignano, ein herrlich saftiger, süffiger Vernaccia mit Rasse und Tiefgang.

Das Konzept für den Videoblog wurde zusammen mit dem Werbefilmstudio framekit entwickelt (www.framekit.de). Das junge Unternehmen ist Spezialist für Image-, Produkt- und Unternehmensfilme. Die von mir, Frank Roeder MW, selbst aufgezeichneten Videos werden von framekit geschnitten und zum fertigen Film bearbeitet.

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