Rezept des Monats: Coq au Fronsac

25.11.2014

Unser Freund Thierry Gaudrie vom Weingut Château Villars in Fronsac ist mit einer Deutschen verheiratet. Astrid stammt aus Hamburg, seit mehr als 25 Jahren sind die beiden verheiratet und haben drei Söhne. Astrid hat lange für die Zeitschrift VINUM gearbeitet, und sie ist eine hervorragende Köchin. Kein Wunder, dass wir bei Besuchen in Bordeaux immer auch einen Besuch bei Villars einplanen. Wegen der lieben Menschen, wegen der tollen Weine, und wegen des Coq au Fronsac.

Hier das Rezept für 4 Personen:

1 Hähnchen von etwa 2 kg, in Stücken geschnitten
400 g kleine Zwiebeln
3 Karotten
1 Flasche Château Villars (jung, am besten den 2011er)
1 Kräutersträußchen
6 Korianderkerne
3 Esslöffel Olivenöl
200 g Speck
2 Suppenlöffel Mehl
3 Knoblauchzehen
1 Glas Cognac
250 g Pilze
50 cl Kalbsbrühe
3 Esslöffel Öl
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung :

1/ Die Marinade vorbereiten (möglichst am Vortag)
Die Hähnchenstücke zusammen mit den Zwiebeln und Karottenscheiben in einen Topf geben.
Mit Rotwein begießen. Das Kräutersträusschen und die Korianderkerne dazugeben.
Den Topf mit einem Deckel schließen und 12 Stunden lang im Kalten marinieren lassen.

2/ Vor dem Kochen die Hähnchenstücke herausnehmen und sie vorsichtig abtrocknen.
Die Marinade leicht filtern und das Gemüse abtropfen lassen und beiseite legen.
Die Hähnchenstücke in einem Topf mit Öl von allen Seiten mit dem Speck anbraten.

3/ Die Hähnchenstücke herausnehmen und sie durch das Gemüse ersetzen. 10 Minuten lang anbraten.
Mit Mehl überstäuben und mischen, dann die zerdrückten Knoblauchzehen dazugeben.

4/ Die Hähnchenstücke wieder in den Topf legen und mit Cognac flambieren.
Den Wein der Marinade und die Kalbsbrühe darüber geben. Wenn nötig die Gewürze abschmecken.
Aufkochen lassen und den Topf mit dem Deckel verschließen. 2h30 lang bei niedriger Hitze kochen lassen.

5/ Die feingeschnittenen Pilze 20 Minuten vor dem Servieren in einer Pfanne anbraten.
Die Pilze in den Topf geben und wenn nötig die Gewürze abschmecken.

Mit frischen Nudeln oder Bratkartoffeln servieren

Dazu trinkt man natürlich am besten einen gereiften Château Villars. Aktuell gefällt mir persönlich am besten der 2004er aus der halben Flaschen, aber auch der 2006er ist jetzt auf seinem Höhepunkt. Wer es etwas kraftvoller mag, ist mit dem genialen 2009er gut bedient. Noch jung, aber bereits wunderbar zugänglichund saftig ist der 2011er.

Wie immer bei Villars: Die Weine sind nicht filtriert. Bitte einen Tag vor dem Öffnen die Flaschen schon senkrecht stellen, und bitte nicht wundern, wenn ein wenig Depot am am Korken haftet. Dekantieren hilft, die Feststoffe in der Flasche zu belassen.

Text: Anne Roeder

Foto: Thierry Gaudrie

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