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L'Ermita 2011 DOCa PrioratoAlvaro Palacios - BIO

L'Ermita 2011
DOCa Priorato
Alvaro Palacios - BIO

0,75 L

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Die spektakulären 2011er von Alvaro Palacios sind da!

18.12.2013

"In meinem Leben habe ich noch keine besseren Wein gemacht!" verriet mir letztes Jahr Alvaro Palacios, Spaniens berühmtester Winzer. In der Tat sind sein 2011er atemberaubend gute Weine, mit einer nie zuvor gekannten Tiefe, einer fantastischen Balance und großartigen Struktur. Es sind Weine, die in die Geschichte eingehen werden, Weine, von denen man in Jahrzehnten noch sprechen wird. Weine, von denen wir unseren Enkelkindern erzählen werden, die wir aber auch mit unseren Enkelkindern trinken könnten. Falls wir noch Flaschen davon haben, wenn diese Gelegenheit kommen sollte.

Im Bild, aufgenommen am 4.10.2011 im Weinberg L'Ermita, zeigt mir Alvaro, warum er mit der Lese noch gut 14 Tage warten möchte. Obwohl die physiologische Reife schon erreicht war, waren die Tannine der Trauben noch etwas spöde. Die Kerne der Trauben waren schon braun und lösten sich leicht vom Fruchtfleisch, was eine baldige Lese nahelegte. Doch die Nächte waren schön kühl, tagsüber angenehme warme, aber nicht heiße Temperaturen. Ideale Voraussetzungen, dass die Beeren noch weiter Mineralien einlagern können, dass die Tannine noch reifer und damit geschmeidiger werden, die Adstringenz verschwindet.

Eine Entscheidung, die goldrichtig war! Denn nur so gelingt Großes, Spektakuläres: Alles muss stimmen, die Rädchen müssen wie im Uhrwerk ineinander greifen, mit der richtigen Übersetzung ein harmonisches Ganzes bilden. Monate vor der Lese fiel kaum ein Tropfen Regen. Doch die Reben mussten nicht nur unter der Trockenheit leiden, sondern auch unter enormer August-Hitze. Dadurch blieben die Beeren klein und kerngesund. Ein hochkonzentrierter Most war das Ergebnis. Einzig die minimalistischen Erträge und damit die zur Verfügung stehende Menge sind ein Wermutstropfen!

Weniger als 10 hl/ha wurden im L'Ermita-Weinberg gelesen, und somit gibt es nur 1.254 Flaschen vom Kultwein L'ERMITA! Plus ein paar Magnums, aber die gibt Alvaro ohnehin nicht frei. Ich durfte den Wein 2012 als Fassprobe und dann im September 2013 noch einmal als fertigen Wein verkosten. Hier meine Notiz zum L'Ermita 2011: "Göttliche Blaubeernase mi Valrhona-Schokolade, Kaffe, Röstaromen, Flieder, cremige laktische Noten, Orangenhaut, Lakritze, Fenchel. Am Gaumen wuchtiger, kompakter, extrem konzentrierter Fruchtauftakt, sehr stoffig, höchst mineralisch, mit sehr delikatem, frischem Säurespiel. Perfekte Balance, super feine und elegante Tannine, endlos lang."

Parker hat diesen Wein nur als Fassmuster verkostet und war mit seinen Punkten entsprechend zurückhaltend. Das kann ich verstehen, denn ich war 2012 vom Fassmuster zunächst auch etwas irritiert, weil der Wein sich extrem verschlossen zeigte und schwer einzuschätzen war. Nun aber bin ich versucht ihm die Höchstnote zu geben. 99 Punkte sind es dann, aber nur weil ich den Wein parallel zum 2012er Fassmuster verkostet hatte. Doch dazu später mehr! Zugegeben, man muss schon ein wenig Wein-verrückt sein und auch das nötige Budget haben, um sich einen L'Ermita zu leisten, aber ich behaupte mit Gewissheit: Der Wein ist jeden Cent wert!

Eine gute Alternative zum L'Ermita ist der 2011er Finca Dofi. Er kostet weniger als ein Zehntel des L'Ermita, und reicht doch nahe an ihn ran. Der Weinberg liegt auf der anderen Seite des kleinen Dörfchens Gratallops, die Reben sind längst nicht so alt wie im L'Ermita. Und doch ist Finca Dofi auch ein Wein, der am Gaumen vibriert! Interessanterweise noch etwas verschlossener als sein großer Bruder, auch mit etwas mehr floralen Akzenten, aber mit ähnlicher Tiefe und Struktur. Ein Wein-Erlebnis, mit phantastischem Preis-Genuss-Verhältnis.

Ein ganz anderer, viel modernerer Wein ist der Gratallops 2011. Dieser Dorfwein (ähnlich der VDP-Klassifizierung) ist im Gegensatz zu den Lagenweinen L'Ermita und Finca Dofi nicht ganz so expressiv. Er zeigt zwar eindeutig seine Herkunft, ist aber eher ein kraftvoller, muskulöser Typ, mit Ecken und Kanten, die ihm hervorragend stehen aus einem international austauschbaren Wein eine Persönlichkeit machen. Und er hat den riesengroßen Vorteil, dass er jetzt schon deutlich zugänglicher ist: "Intensive Blaubeernase. viel Lakritze, sehr feine Holznoten, Bienenwachs. Am Gaumen intensiver Fruchtauftakt mit erfrischendem Säurebiss, viel Spiel, erfrischend und belebend, sehr fokussiert, viel feines Tannin, jetzt schon wunderschön zugänglich. Langes verspieltes, saftiges Finale."

Eine sichere Bank und quasi die Einstiegsdroge in die Welt des Alvaro Palacios ist und bleibt der zuverlässige Les Terrasses, der auch im 2011er Jahrgang einen Qualitätssprung hingelegt hat. Super solide, verführerisch gefällig, und doch einzigartig in punkto Stil und Klasse. Erstklassiges Priorat-Vergnügen zum bezahlbaren Preis.

Text: Frank Roeder MW

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