WineSpectator's Top 100 mit vielen Überraschungen, darunter 4 Weine von VIF!

02.12.2012

Alle Jahre wieder stellt der WineSpectator, die größte Weinzeitschrift der Welt, in seiner Dezemberausgabe die 100 Favoriten der Redakteure vor. Dabei geht es nicht um die absolute Qualität, sprich nicht um die höchsten Punktebewertungen, sondern um die Qualität und den dazugehörenden Preis, zusätzlich ein sogenannter X-Faktor. Dieser berücksichtigt die Leistung des Produzenten sowie das Standing und Ansehen des Weins. So entsteht aus über 17.000 Weinen, die die Redakteure im Laufe des Jahres verkosten, eine Hitliste der 100 Favoriten. Darunter befinden sich gleich 4 Weine aus unserem aktuellen Sortiment!

Dass arrivierte Klassiker immer wieder in dieser Liste auftauchen, ist keine Überraschung. So etwa der Léoville-Barton 2009 auf Platz 5, der mit 95 Punkten auch wegen seines unverschämt günstigen Preises (89 € bei VIF, aber leider schon ausverkauft) so weit oben steht.

Auch der Flaccianello findet sich relativ häufig in dieser Liste wieder. Der 2009er Flaccianello liegt mit 96 Punkten auf Platz 25. Auch wenn er in den USA mit 119 Dollar angeben wird (bei VIF 59 €), ist er im internationalen Vergleich immer noch sehr preiswert.

Dann aber die erste faustdicke Überraschung: Der 2009er Barbera "Le Orme" von Michele Chiarlo ist ja eher ein gefälliger, überzeugender Alltagswein. Doch mit 90 Punkten und einem Preis von nur 10,95 € findet er sich auf Platz 47 wieder. Darüber habe ich mich nun wirklich sehr gefreut, denn dieser Wein (der 2010er steht dem 2009er in nichts nach!) begeistert mich seit vielen Jahren mit seiner attraktiven Frucht, einer lebhaften Frische und seiner großen Trinkigkeit. Diese Konstanz (siehe die Auszeichnungen der letzten 5 Jahre im obigen Foto) ist sicher eine der ganz großen Stärken von Michele Chiarlo und seinen beiden Söhnen Stefano und Alessandro. Der Barbera "Le Orme" ist unprätentiös, ohne Schminke, ein ehrlicher piemontesischer Wein für den täglichen Genuss, handwerklich perfekt gearbeitet, klar und präzise im Ausdruck, einfach gut. Herzlichen Glückwunsch ins Piemont nach Calamandrana!

Doch da gibt es noch eine Überraschung: Genauso gefreut habe ich mich über das Erscheinen des 2010er Petalos von Descendientes de J. Palacios (91 Punkte). Der aus dem Bierzo in Spanien stammende Wein war auch bei uns schon Wein des Monats, weil er eben so anders ist als die meisten spanischen Weine. Eher von burgundischer Feinheit und Erhabenheit, mit einer kühlen Note, schlank und vielschichtig, ganz am Anfang seiner Entwicklung. Ein Wein, der sicher in den nächsten Jahren noch zulegen wird, denn die Gerbstoffe sind zur Zeit noch etwas ungestüm, werden sich aber im Laufe der nächsten zwölf Monate - wie schon in den Jahrgängen zuvor - bestens integrieren. Ein Wein, der mit 14,50 € ein echtes Schnäppchen ist.

Im Großen und Ganzen bin ich mit dieser Liste völlig im Reinen. Natürlich ist diese Liste etwas USA-lastig, umso erfreulicher ja das Erscheinen der oben genannten Weine. Lediglich die geringe Anzahl deutscher Weine schmerzt mich etwas. Nur ein Riesling von Schloss Vollrads und ein Riesling des in den USA bestens bekannten Ernie Loosen erscheinen dort. Und auch nur ein Österreicher. Das ist definitiv zu wenig, aus meiner Sicht.

Hier können Sie die Liste anschauen:

Teil 1: Platz 1 bis 50

Teil 2: Platz 51 bis 100

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