Wie ein großer Wein entsteht

28.02.2012

Das italienische Weinmagazin IL MIO VINO, das auch in deutscher Sprache erscheint, berichtet in seiner neuesten Ausgabe April/Mai 2012 über die Entstehung des Gavi Il Mandorlo der Tenuta San Pietro. Die Rubrik "Wie ein großer Wein entsteht" ist Weinen vorbehalten, die den Redakteuren und Testern der Zeitschrift besonders positiv auffallen und die sie ins Herz schließen. Dass man sich in den Gavi Il Mandorlo verlieben kann, können wir gut nachvollziehen.

Die Tenuta San Pietro ist ein relativ neuer, junger Betrieb, zumindest in seiner jetzigen Ausgestaltung. Im Jahre 2002 kaufte der Mailänder Mode-Unternehmer Corrado Alota das Anwesen, weil er sich in die Landschaft verliebte und einen Ort suchte, an dem er mit seiner Familie und Freunden geruhsame Wochenenden verbringen wollte. Doch die alten Weinberge, die das Haus umgaben, bargen einen Schatz, der nur darauf wartete, gehoben zu werden.

Giusi Cabella wurde als Leiterin des Weingutes engagiert, die als erstes die Bewirtschaftung der zum Teil uralten Weinberge nach biologischen und später biodynamischen Grundsätzen organisierte. Die Reben haben es ihr gedankt. Trotz ihres ungewöhnlichen Alters von über hundert Jahren tragen sie noch recht ordentlich, die Ertragsreduzierung regeln die Pflanzen sozusagen selbst.

Drei Weine werden von den 30 Hektar Rebflächen erzeugt. Der Gavi San Pietro ist einer der schönsten des Anbaugebietes, mit einer ausdrucksstarken, geradezu salzigen Mineralität, wie sie nur die wenigsten Weine des Anbaugebietes zeigen. Die Feinheit seiner Frucht, seine Verspieltheit und Eleganz der Aromen haben letzten Endes dafür gesorgt, dass die Redakteure von IL MIO VINO ihn als würdigsten Vertreter seiner Art gekürt haben und ihn zu den besten Weißweinen Italiens unter zehn Euro zählen.

Der Il Mandorlo stammt aus einem Weinberg, in dessen Zentrum ein Jahrhunderte alter Mandelbaum steht. Die Reben sind über 50 Jahre alt. Dank einer strengen Selektion werden nur die besten Beeren für den Il Mandorlo verwendet, so dass er sich ungemein konzentriert und akzentuiert vorstellt. Präzision im Detail erbringt eben Präzision im Geschmack.

Der dritte Wein ist der Gorrina, dessen Trauben aus dem ältesten Teil der Rebflächen stammen. Er wird im Barrique ausgebaut und präsentiert sich entsprechend mächtig und wuchtig. Allerdings ist die produzierte Menge sehr klein.

Wer sich nun für die komplette Geschichte des Mandorlo interessiert, kann hier den ersten Teil und hier den 2.Teil anschauen.

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