Wann haben Sie das letzte Mal Lambrusco getrunken?

02.07.2016

Lambrusco? Ist das nicht dieses rote, klebrig-süße Zeug, das in den Pizzerien lange Zeit für wenig Geld aus diesen 2 Liter-Bomben ausgeschenkt wurde? Das schlechte Image des Lambrusco hält sich hartnäckig, doch Kenner sind sich schon lange einig, dass echter Lambrusco ein qualitativ hochwertiger und attraktiver Wein sein kann, der zu bestimmten Speisen besser passt als jeder andere Wein. Probieren Sie ihn einmal mit Mortadella, so wird er in vielen Bars in Bologna und Umgebung zum Aperitif serviert, und Sie werden begeistert sein!

Dafür sollten Sie aber nicht irgendeinen Lambrusco wählen, sondern einen hochwertigen trockenen Lambrusco. Am besten den Lambrusco schlechthin: den Concerto von Medici Ermete. Der ist so gut, dass er mit Drei Gläsern im Gambero Rosso ausgezeichnet wurde. Aus 100% Lambrusco Salamino aus eigenen Weinbergen Von Medici Ermete ist er ein kraftvoller Lambrusco mit Tiefgang, Eleganz und Spannung. Probieren Sie ihn einmal zur Mortadella (am besten in 1 cm große Würfel geschnitten, siehe Foto): Dann zeigt er sich als grandioser Appetitanreger. Oder mein Geheim-Tipp: Genial zu Austern (ja, da habe ich auch gezuckt, als man mir dies erstmals anbot, anschließend war ich entzückt!). Leicht gekühlt (14° C)genießen!

Etwas einfacher in der Struktur, aber nicht weniger lecker ist der Assolo, ebenfalls ein Secco. Nur istder Assolo kein reinsortiger Lambrusco, sondern aus den beiden Sorten Ancelotta und Lambrusco. Er zeichnet sich durch eine enorme Saftigkeit und Fruchtigkeit aus, die durch seine zart-herben Noten wunderbar ausbalanciert werden. Dadurch bleibt er spannend und animierend, und passt hervorragend zu Salami, Schinken und Parmesan. Leicht gekühlt (14° C)genießen!

Text: Anne Roeder

Foto: Frank Roeder MW

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