...and the winner is: Sieger des VIF Kunstpreises 2019

29.01.2019

Mit einer hohen Beteiligung von 55 Werken aus ganz Deutschland und Österreich startete das Finale zum VIF-Kunstpreis. Wie jedes Jahr war auch diesmal die knisternde Spannung vor der Wahl zu spüren, welches Werk wohl die meisten Stimmen der Juroren gewinnen wird. Vorhersagen sind unmöglich, denn die Werke sind so unterschiedlich in puncto Thematik und Technik, dass die Stimmenverteilung in der Vorauswahl relativ breit gestreut ist. So auch dieses Jahr: Während in der Vorrunde, in der jede(r) der Juror(inn)en 3 Stimmen vergeben kann, eine relativ hohe Anzahl von Werken in die Entausscheidung gelangten, waren sich die Juroren im Finale so einig wie selten zuvor: Das Bild "WOW!NE" der Künstlerin Jutta Mohr aus St. Ingbert ging als klarer Sieger hervor. Herzlichen Glückwunsch!

Das 1x1 Meter große Gemälde (Acryl auf Leinwand) zeigt den Blick durch ein Weinglas auf ein Kunstwerk, das in Urban Art oder Pop-Art gemalt ist. Die fetzige Farbgebung, die moderne Umsetzung der Thematik und die Vereinigung der klassischen Kombination von Kunst & Wein haben die Jury beeindruckt.

Hier schildert sie - nach aufdringlichem Nachfragen unsererseits - die Entstehungsgeschichte des Siegerbildes:

"Die Erinnerung an einen schönen Abend mit Freunden bei großen Weinen, so welche von der Sorte, die uns ein vollmundiges WOW! entlocken, hatte mich inspiriert. Für den Versuch, das Erlebnis mit den explosiven Momenten aus Überraschung, Verblüffung, Begeisterung und Respekt zu beschreiben, fehlen mir die Worte. Um solch emotionalen Momente nachempfindbar zu machen, lasse ich lieber ein Bild erzählen:

Kathy, Köchin aus Leidenschaft, eröffnete mit einem bewundernden „WOW!, die Runde. Heinz, ihr Mann, schwankte bei seiner (blind verkosteten) Lagebestimmung zwischen Bordeaux Cru Bourgeois und Bordeaux Grand Cru Classé . Andrew, unser Besuch aus Down Under, lüftete Zähne zeigend seinen Geheimtipp mit „a very fine WINE“. Ralf, schon immer ein wortkarger Genießer, zeigte sein Wohlgefallen, indem er unüberhörbar die Aromen Zunge schnalzend und retronasal belebte. Susanne, modisch schrill en vogue, war fasziniert von der sichtlich am Stock gereiften Farbintensität. Werner, selbst Designer und mein Bewunderer, setzte hinter dem einmalig fruchtigen Bouquet sein Ausrufezeichen. Und ich – ich gab mich einfach nur all diesen Eindrücken hin und genoss ihn, diesen ersten der WOW!NEs.

So emotional der Abend und so ausdrucksstark die Weine, so expressiv sollte auch dieses Gemälde sein: Mit 1 x 1 Meter so groß wie passend zu einem großen Wein. Auf weißer Leinwand, so wie einem guten Tropfen eine Stofftischdecke gebührt. Gemalt in schnellem Acryl, mit lebendigen aber entschlossenen und unwiderruflichen Pinselstrichen, so spontan wie die hingeworfenen Komplimente der heiteren Runde. Und damit sich diese in vino veritas gesungenen Lobeshymnen nicht verflüchtigen, halten kräftige Konturen das Gesagte fest. Last but not least spiegeln die gezielt kompromisslos bunt und laut gewählten Farben nicht nur die weinselig machenden Eigenschaften von leuchtend gelb und rot über temperiert und kühl bis kantig und weich wider, sondern unterstützen so den Ruf des Bildtitels mit gebotener Lautstärke."

Na, wenn das mal keine kongeniale Erklärung zum Siegerbild ist!

Jutta Mohr - Siegerin VIF - Kunstpreis 2019Jutta Mohr, 1952 in Hermeskeil geboren, begann ihre berufliche Laufbahn in der Oberfinanzdirektion Saarbrücken. Nach Abendschule und Hochschulreife studierte Jutta Mohr von 1974 bis 1978 an der FH Trier mit Abschluss als Diplom-  Kommunikationsdesign. 1978 bis 1985 war sie in der Agentur- und Medienbranche tätig. 1985 bis 2005 übernahm sie die Leitung des Grafischen Ateliers der Saarbrücker Zeitung. Nach krankheitsbedingter Zwangspause und beruflicher Neuorientierung übernahm Jutta Mohr 2005 bis 2013 das Management des Schulprojekts „Zeitung macht Schule“.

Nachdem sie ein halbes Leben lang in Marketing und Design gearbeitet hatte, wurde der Ruf nach künstlerisch freier Interpretation immer lauter. Auf der Basis der im Studium erlernten künstlerischen und maltechnischen Fähigkeiten hat Jutta Mohr seit 2006 neben dem Beruf ihre Berufung der  freien und angewandten Malerei intensiviert und erfolgreich an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen.

Weitere Details finden Sie auf der Webseite der Künstlerin www.jumoart.de

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