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L'Ermita 2008 DOCa PrioratoAlvaro Palacios - BIO

L'Ermita 2008
DOCa Priorato
Alvaro Palacios - BIO

0,75 L

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Was ist ein Kultwein?

04.02.2012

Es gibt Weine, die sich in punkto Begehrtheit einen Status erobert haben, den andere Weine nie erreichen werden: Kultstatus. Diese Kultweine wecken Begehrlichkeiten, sie sind gesucht, oft rar, und man kommt nur schwer an sie ran. Ob Petrus aus Bordeaux, Romanée Conti aus dem Burgund, L'Ermita von Alvaro Palacios, eine Scharzhofberger Trockenbeerenauslese von Egon Müller, der Grange von Penfolds, Screaming Eagle aus Kalifornien oder Incognito aus Portugal. Versuchen Sie doch mal, diese Weine in größerer Menge zu kaufen: Ein schier unmögliches Unterfangen?!

Doch was macht solche Weine zu Kultweinen?

Ist es der Preis? Nun, der trägt sicherlich dazu bei. Nach dem Motto, was nix kostet ist auch nix gibt es die genannten Weine nicht zum Schnäppchenpreis. Ein dreistelliger Euro-Betrag muss mindestens investiert werden, bei einigen gar ein vierstelliger. Doch der Preis alleine kann nicht das entscheidende Kriterium sein, denn es gibt teure Weine, die dennoch keinen Kultstatus haben. Zu Dutzenden findet man solche Weine im Napa Valley, in Bordeaux oder auch in Burgund. Also muss es noch etwas anderes geben, was diese Weine so hervor hebt.

Ist es die verfügabre Menge? Bei einigen dieser Weine sicher: Vom L'Ermita gibt es selten mehr als 1.000 Flaschen, eine TBA von Egon Müller ist noch rarer. Vom Petrus gibt es immerhin bis zu 30.000 Flaschen. Mouton-Rothschild produziert hingegen mehr als 200.000 Flaschen. Doch die Menge alleine ist nicht maßgebend, sie muss immer in Bezug zur Nachfrage gesetzt werden. Nur weil Petrus so gesucht ist und die 30.000 Flaschen nicht ausreichen, um die weltweite Nachfrage zu befriedigen, schießen die Preise so in die Höhe, kostet ein Petrus viel mehr als ein Mouton. Und der Kultstatus geht auch schnell mal verloren, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. In den 90er Jahren war Sassicaia sicher ein Kultwein. Damals wurden 60.000 Flaschen erzeugt. Als die Produktion dann aber deutlich zunahm auf mehr als 200.000 Flaschen (und damit auch die Qualität litt), war es schnell vorbei mit dem Kultstatus. Anders herum geht der Hype weiter: Gibt es von großartigen Jahrgängen kaum noch Flaschen auf dem Markt (wie z.B. die legendären Jahrgänge 1947 oder 1961 in Bordeaux), schießen die Preise in die Höhe. Mehrere Tausend Euro werden dann verlangt und gezahlt.

Ist es die Qualität? Keine Frage, ja! Die Qualität muss weit überdurchschnittlich sein und sich von den Produkten gleicher Art abheben. Nur so erobert man sich einen legendären Ruf. Und wenn das mit Konstanz über mehrere Jahrgänge hinweg gelingt, ist es zum Kultstatus kein weiter Weg mehr.

Oder sind es doch die Bewertungen? Traumhafte Bewertungen bei 99 oder 100 Punkten helfen enorm, den Kultstatus zu erreichen oder zu manifestieren. Wem es dann mehrfach gelingt, solche Traumnoten einzufahren, dem ist der Kultstatus kaum zu nehmen, selbst wenn einmal eine Schwächephase (wie bei Petrus in den 80ern) zu beobachten ist.

Wie auch immer, Kultweine haben sich ihren Status hart erarbeitet. 100 Punkte und vierstellige Preise werden nicht einfach verschenkt, sie sind das Ergebnis unglaublich penibler Arbeit mit totaler Qualitätsfixierung. Und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich noch keinen einzigen Kultwein getrunken, der seinen Status nicht verdient hätte. Es sind großartige, faszinierende Weine mit großer Persönlichkeit und einer Seele.

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