... and the winner is: Sieger des VIF-Kunstpreises 2018

23.02.2018

Eine Rekordbeteiligung mit annähernd einhundert Einsendungen aus mehreren europäischen Ländern stellte die Jury dieses Jahr vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Zudem hatte auch die Qualität der eingereichten Werke ein Niveau erreicht wie nie zuvor. Echte Klasse zeigte eine Vielzahl von Werken, so dass schon in der ersten Entscheidungsrunde die Juroren richtig gefordert waren. In der Endrunde standen vier Werke zur Auswahl, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. Ein Kopf-an-Kopfrennen lieferten sich eine Zeichnung des Tübinger Künstlers Jürgen Klugmann und die originelle Collage aus Jagdschildern eines Künstlers aus Spanien. Mit nur einer Stimme Vorsprung siegte das Bild "Weinberg" von Jürgen Klugmann. (zum Vergrößern das Bild anklicken).

Die Arbeit „Weinberg“ wurde eigens für den VIF- Kunstpreis gestaltet. Der Künstler verrät uns: "Ausgangspunkt war eine frühere intensive, künstlerische Beschäftigung mit dem Thema Wein(berg). Grundsätzlich interessiert mich Landschaft als Sujet, vor allem in der Zeichnung. Besonders aber die Graphik, die sich im Winter ergibt, fasziniert mich, denn dann lässt sich die Welt quasi schon als „graphische“ Welt erleben. Als schwarz-weiße Installation gibt die Welt dann vor, Kunst zu sein oder zumindest Kunst sein zu können.  Wenn sich Äste und Zweige als interessante dunkle zufällige Linien gegen den weißen Grund darstellen und sich die Pfosten und Drahtrahmen der Weinberge gegen den Schnee abheben und es zum harten Schwarz oder Weiß kommt, das ist für mich, den Zeichner, ein Fest. Dann werden Rebzeilen zu Strichfolgen, Weinberge zu reinen Systemen und Landschaft wird zu einem aufregenden Spiel, bei dem sich Fluchtpunktperspektive und abstraktes Raster etwa gleichstarke Gegner sein wollen. Dies möchte ich im Bild feiern.

Bei „Weinberg“ habe ich noch ein weiteres Element eingearbeitet: nämlich eine gewisse Unschärfe, die sich einerseits als Drähte, andererseits aber auch als Bewegung deuten lassen. Vielleicht ist es aber auch Frost und Reif, der über Allem liegt und die Kälte des Winters erfahrbar macht. Besonders im Weinberg, bei dem üblicherweise immer gleichzeitig Sonne, Wärme und üppige Früchte mitassoziiert werden, wirkt die winterliche Kälte noch kälter.

Durch einen kleinen, ungewöhnlichen Ausschnitt, ein extremes Querformat, wird die abgebildete Landschaft um ein weiteres Element abstrakter."

Größe:                 8 x 39,7 cm
Technik:              Bienenwachsstreichbalsam, Graphit, Casein und Bleistift auf Papier

Jürgen KlugmannDer 1963 geborene Künstler Jürgen Klugmann lebt und wirkt in Tübingen. Er studierte von 1987 bis 1992 Malerei am Zeicheninstitut der Universität Tübingen bei Prof. Martin Schmid und Dieter Löchle und arbeitet seither als freischaffender Künstler. Weitere Informationen zum Künstler und seinen Werken finden Sie auf seiner Webseite www.klugmann-kunst.com.

Wir gratulieren ganz herzlich dem Sieger des VIF-Kunstpreises 2018.

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