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Riesling 2016 ScharzhofEgon Müller, Wiltingen - Saar

Riesling 2016
Scharzhof
Egon Müller, Wiltingen - Saar

0,75 L

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Die sensationellen 2016er von Egon Müller sind eingetroffen

07.08.2017

Die Probe war - mal wieder - ein Fest für die Sinne! Alljährlich probiere ich im späten Frühjahr die neue Kollektion von Deutschlands Riesling-Ikone Egon Müller, und jedes Mal ist es ein Erlebnis. Seine Scharzhofberger Rieslinge sind das Maß aller Dinge, wenn es um restsüßen Riesling geht, auch seine Weine aus Wiltinger Braune Kupp stehen den Scharzhofbergern nur wenig nach. Die Kollektion der 2016er ist überragend, mit einem Eiswein an der Spitze. Die Weine sind nun eingetroffen. Aufgrund der hohen Nachfrage und der kleinen verfügbaren Menge lohnt sich schnelles Zugreifen.

Der Jahrgang 2016 war alles andere als einfach. Durch das feuchtwarme Wetter im Juni 2016 war der Befall durch Peronospora (Falscher Mehltau) enorm, mit Mengeneinbußen von rund 40%. Aber Dank des phantastischen Herbstes mit trockenem, warmem Wetter reiften die verbliebenen Beeren perfekt aus. Die lockerbeerigen Trauben konnten einen Teil der Mengenverluste ein wenig ausgleichen, aber insgesamt war es eine kleine Erntemenge, in manchen Parzellen wurden weniger als 10 hl/ha geerntet.

Des einen Glück, des anderen Leid: Alle Winzer waren froh über die kerngesunden, perfekt ausgereiften Trauben, doch Egon Müller musste deswegen auf Auslesen komplett verzichten. Die Botrytis wollte einfach nicht kommen, und so stellte er die Lese am 4. November ein. Doch ganz gab er die Hoffnung nicht auf, und ließ trotz der kleinen Ernte und trotz der zuletzt warmen Winter eine Parzelle in der Hoffnung auf Eiswein hängen. Das Risiko wurde belohnt: Am 30. November wurde bei -9,5°C die erste Charge eingebracht, am 5. Dezember die letzte Charge. Damit gibt es seit Jahren endlich wieder diese köstliche Rarität, auch wenn es nur 420 Liter waren.

Die 2016er Rieslinge präsentierten sich dieses Jahr so offen, schön und trinkreif wie selten zuvor. Waren die 2015er Rieslinge zur gleichen Zeit im letzten Jahr noch verschlossen und zeigten nur ansatzweise ihre wahre Größe, faszinierten die 2016er Scharzhofberger Weine sowohl im Duft als auch im Geschmack.

Schon der Gutswein, der 2016er Scharzhof Riesling, glänzt im Duft wie im Geschmack mit präzisen Aromen von weißem Pfirsich, und mit seinem vibrierenden Säurespiel und der zarten Mineralität wirkt er schon fast trocken. Gut wie selten zuvor!

Der 2016 Scharzhofberger Riesling Kabinett zeigt die für diese Lage so typischen Kräuterwürznoten neben der verführerischen Frucht, das Spiel zwischen reifer Säure und eleganter Restsüße (35 g/L) erzeugt Spannung. Er bleibt filigran, sehr feingliedrig, tanzt wie eine Ballerina leichtfüßig am Gaumen und begeistert mit Frische und großer Trinkigkeit, ähnlich wie der 1997er.

Der 2016er Scharzhofberger Riesling Kabinett Alte Reben ist wohl das Beste, was ich bisher an Riesling Kabinett kosten durfte! Üppige tropische Fruchtnoten, viel Maracuja, Passionsfrucht, aber auch Ananas und Mango, begleiten neben Eiskonfekt ein Wechselspiel im Duft, wie man es selten erlebt. Am Gaumen rund, weich und cremig und unglaublich offen, charmant, ja geradezu sexy. Viel Fleisch an den Rippen und ein ungewöhnlich üppiger Stil. Versteigerungswein!

Die 2016er Scharzhofberger Riesling Spätlese ist verschlossener als die Kabinette, aber doch weit zugänglicher als es die 2015er in diesem Stadium waren. Dennoch bleibt sie in der gleichen Linie, wird aber enorm von zunehmender Flaschenreife profitieren. Hoch delikat mit feiner salziger Würze im ultralangen Finale.

Viel üppiger die 2016 Le Gallais Riesling Auslese, die nur über die Versteigerung vermarktet wird. Mit nur einem Hauch Botrytis zeigt sie sich glasklar in der Aromatik, hat wesentlich mehr Power als die Spätlese und ist auch üppiger und kraftvoller, mit betörender Restsüße und rassigem Säurespiel, viel Grip am Gaumen. Grandios!

Den Scharzhofberger Riesling Eiswein gibt es nur selten. Das letzte Mal 2012 (Minimengen) und davor 1998. Der 2016er zeigt eine opulente, betörende Eiskonfektnase, generös, so dass man gar nicht mehr aufhören möchten daran zu schnuppern. Am Gaumen eine Wahnsinnsfülle mit sehr prägnanter, delikater Fruchtsüße, die nie überladen scheint und zu keinem Zeitpunkt den herrlichen Trinkfluss stört. Hoch komplexes Spiel, facettenreich, mit endlos langem Finale. Großartig! Nur 420 Liter produziert.

Text und Fotos: Frank Roeder MW

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