Pla Cazada: Ein neuer Spanier mit deutscher Handschrift

20.12.2017

Viele unserer Kunden kennen Jürgen Wagner seit vielen Jahren als deutschen Kellermeister der Celler de Capçanes in Montsant. Seit 2015 ist er zusammen mit einem befreundeten Winzer - Jose Domeco, Besitzer des kleinen Familienbetriebs Domeco de Jarauta - in Rioja aktiv. Dort erzeugen sie gemeinsam in einem Mini-Projekt einen jugendlichen, verführerischen Rioja. Der ist so überzeugend, dass er ab sofort im VIF Sortiment einen besonderen Stellenwert hat.

"Mir persönlich gefällt die alte traditionelle Riojaner Schule mit Ihrer einzigartigen Filigranität sehr, wie es sie eben nur in wenigen klassischen Anbaugebieten gibt. Aber ich mag auch jugendlich, verführerische Weine, die auf Anhieb hin attraktiv und charmant sind", erläutert Jürgen Wagner die Entstehungsgeschichte seines neuen Weins.

"Reinheit und Feinheit, mit weniger Barriqueeinfluss, das suche mit dem Pla Cazada. Ich bin kein Freund langer Mazerationen und hoher Gärtemperaturen. Für mich ist Extraktion zweitrangig, insofern die Ausgangs-Traubengüte stimmt. Und ich mag auch eher weniger als mehr Holz. Daher bauen wir auch nur 60% des Weines im Barrique aus.

Graciano gibt eine Spur von Grassnoten und Grapefruit im Abgang als Gegenpol zur Waldfrucht und Kirsche. Die 14% Alkohol heisst es fein abzupuffern, und Spannung in den Wein zu kriegen. Mein Wunsch ist es meinen Rioja noch weiter Richtung Spätburgunder zu kriegen. Irgendwie entgegen all den Wein-Schwergewichten und modernen Riojas.

Ich baue den Wein gemeinsam mit Jose Domeco, Riojaner Winzer und Besitzer eines kleinen Familienbetrieb, Domeco de Jarauta aus.  Mit dem 2016er Jahrgang ist dies nun unser zweiter Wein.  Jose und ich kennen uns seit grauen “Ur-Zeiten” als ich Einkäufer und er einer unserer Rioja Lieferanten war.

Mir war von Anfang an nicht nach einem weiteren “Überfliegerwein” im Topsegment. Bei Wein bin und bleib ich bodenständig. Ich wollte einen leckeren, geschmackvollen Rioja, der preislich nicht schmerzt, viel Freude bereitet und dabei meinen eigenen, strengen Ansprüchen gerecht bleibt.

Das Kunstwerk Pla Cazada

Der Name Pla Cazada hat einen ungewöhnlichen Hintergrund: Aus alten Jagdgebiets-Begrenzungsschildern, die ich bei meinem grossen Hobby, dem Wandern, ab und an “finde”, habe ich ein 1.0x2.50m  grosses “Kunstwerk” gestaltet. Pla Cazada ist folglich auch ein Wortspiel aus Placa (=das Schild) und Caza (=die Jagd). Das "Kunstwerk" wird auf dem Etikett dargestellt. Und der Name findet sich auch im Konzept wieder. Einzellagen-Rebparzellen besonderer Art zu finden und selektieren."

Der 2016er Pla Cazada präsentiert sich als jugendlicher, fruchtbetonter Rioja aus Tempranillo und einem Hauch Graciano (6%), der zu 60% in Barriques und sonst im Edelstahl ausgebaut wird. Dunkles, funkelndes Rubinrot. Intensiver Duft nach dunklen Beeren, Lorbeer, Waldboden und Lakritze. Am Gaumen herrlich saftig und mit schöner Dichte, sehr trinkig, ja geradezu süffig mit delikater Kirschfrucht und attraktivem Säurespiel. Die feinkörnigen Tannine gleiten mit schönem Fluss und führen in ein fruchtgeprägtes Finale. Sehr überzeugend!

Und sehr zu empfehlen!

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