Jetzt bestellen

"I werd narrisch!"
Platz 1 für Riesling von Günther Jauch im FOCUS Weintest

05.12.2017

Die Cordobar in Berlin war Schauplatz für das große Finale des diesjährigen FOCUS-Weintest. Eine hochkarätige Jury (siehe Foto) aus Spitzen-Sommeliers, besten Winzern und Weinfachleuten wählte die zehn besten Weine Deutschlands in vier Kategorien aus. 700 Weinbaubetriebe hatten sich angemeldet: Rekordbeteiligung bei diesem Wettbewerb, der zum siebten Mal stattfand. Sieger bei der Riesling Spätlese wurde Günther Jauchs 2016er Riesling vom Kanzemer Altenberg vom Weingut von Othegraven.

Cordobar? Das ist der Name einer der angesagtesten Weinbars in Berlin-Mitte, die von den beiden Österreichern Willi Schlögl und Gerhard Retter betrieben wird. Sie haben Ihre In-Location nach dem Wunder von Cordobar benannt, wo während der Fußball WM 1978 die Österreicher überraschend Deutschland besiegten ("I werd narrisch!" war der legendäre Kommentar des Fernseh-Reporters).

In der Cordobar gab es nun das Finale des Weinwettbewerbs der Zeitschrift FOCUS. In der Ausgabe 49/2017 Ende November berichtet der FOCUS ausführlich und listet die Siegerweine der vier Kategorien auf: Grauburgunder, Spätburgunder, Riesling und Lemberger.

Den vollständigen Bericht (16 MB) finden Sie hier zum herunterladen. Der FOCUS schreibt:

"Königsdisziplin im Wettbewerb ist die Kategorie „Riesling Spätlese“. Das Finale erreichten in diesem Jahr ausschließlich 2016er-Erzeugnisse. „Wer die reifen lässt, hat wunderbare Begleiter zu asiatischen Speisen“, rühmt Sommelière Maria Rehermann, „ihre Süße mildert die Schärfe der Gerichte.“ Hier durfte Jurorin Ida Didinger nicht mitbewerten, ihr Riesling war ebenfalls im Finale und wurde am Ende Neunter.

Der Sieger kam aus prominentem Haus: eine Spätlese aus Günther Jauchs Weingut von Othegraven. 2010 hat der Moderator die Kelterei nahe Trier übernommen. Behutsam pflegt Jauchs Mannschaft die steilen Rebhänge entlang der Saar. Kellermeister Andreas Barth baut mit viel Feingefühl die Rieslinge zu großen Weinen aus. In der „Cordobar“ erntete er dafür riesigen Applaus. „I werd narrisch“, jubelten da nicht nur die Österreicher."

Die 2016 Riesling Spätlese Altenberg von Jauch‘s Weingut von Othegraven ist ein grandioser Wein, ja geradezu ein Spektakel am Gaumen. Schon jetzt zeigt er eine Vielschichtigkeit und jugendliche Stürmigkeit, die sofort einnehmend und begeisternd wirken. Er zeigt im Bukett einen intensiven Fruchtausdruck von Maracuja, Ananas und Papaya. Der seltene rote Schiefer des Altenberg verleiht ihm eine intensive mineralischen Note, die am Gaumen bestens mit der natürlichen Fruchtsüße harmoniert. Das Zusammenspiel von vibrierender, frischer und reifer Säure mit der geradezu salzigen Mineralität und der feinen, delikaten und hoch eleganten Fruchtigkeit bei gleichzeitiger Filigranität und Eleganz ist großartig! Sie mündet in einem hocheleganten, atemberaubenden und extrem vielschichtigen Finale.

Nicht unterschätzen sollte man sein Reifepotenzial: Er wird auch noch in 10 oder 15 Jahren einen Riesen-Spaß machen. Der 2016er erinnert mich an einen Vorgänger, den ich voller Begeisterung in größeren Mengen in meinen privaten Keller eingelagert habe: Der 2005er begeistert mich auch heute noch, ja er ist jetzt besser denn je!

Schon 2012 schrieb ich hierzu in der Zeitschrift VINUM:

In der Zeitschrift VINUM, Europas Weinmagazin, schreibt Master of Wine Frank Roeder in der Serie Carte Blanche unter dem Titel: "Lob auf die Fruchtsüße" über die Faszination restsüßer Rieslinge und das krasse Mißverhältnis zwischen exorbitanter Qualität und niedrigem Preis.

Carte Blanche: In der Rubrik "Master meint" schreibt jeden Monat ein Master of Wine oder Master Sommelier über ein Thema, das ihn freut oder aufregt, inspiriert oder nervt.

Den kompletten Artikel finden Sie zum Download hier.

« zurück
© Developed by CommerceLab
?>