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Bourgogne Chardonnay Laforêt 2014 AOC BourgogneJoseph Drouhin, Burgund

Bourgogne Chardonnay Laforêt 2014
AOC Bourgogne
Joseph Drouhin, Burgund

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Meursault 2013 Appellation ContrôléeJoseph Drouhin, Burgund

Meursault 2013
Appellation Contrôlée
Joseph Drouhin, Burgund

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Corton Charlemagne 2013 Grand CruJoseph Drouhin, Burgund

Corton Charlemagne 2013
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Santenay 2012 Appellation ContrôléeJoseph Drouhin, Burgund

Santenay 2012
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Volnay 2012 Appellation ContrôléeJoseph Drouhin, Burgund

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Clos de Vougeot 2011 Grand CruJoseph Drouhin, Burgund

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Burgund vom Feinsten:
Joseph Drouhin ist NEU bei VIF

16.12.2015

Die Faszination Burgund hat viele Facetten. Doch unzählige Appellationen, eine unübersichtliche Erzeugerstruktur und das hohe Preisgefüge machen es einem Einsteiger nicht gerade leicht, dieses hoch komplexe Weingebiet zu verstehen. Kenner und Fachleute sind sich hingegen einig: Wenn es um Pinot Noir und Chardonnay geht, setzt das Burgund immer noch Maßstäbe, an die andere Gebiete nicht heran reichen. Und innerhalb des Burgund gibt es Betriebe, die Maßstäbe setzen. Dazu gehört definitiv die Domaine Joseph Drouhin in Beaune. VIF ist froh und stolz darauf, in den Kreis der privilegierten Partner dieses Musterbetriebes aufgenommen worden zu sein.

Um die Qualität dieses Betriebes einzuordnen, möchte ich einen unorthodoxen Vergleich wagen: Was Pétrus für das Bordelais ist, ist die Domaine Romanée-Conti für das Burgund. Beides sind kleine Vorzeigeweingüter, deren rare (und auch phantastischen) Weine preislich so weit über den Weinen anderer Erzeuger schweben, dass sie mehr Luxus- als Konsumprodukt sind.

Um im Bild zu bleiben vergleiche ich die Domaine Joseph Drouhin gerne mit Mouton-Rothschild. Der Premier Grand Cru Classé aus Pauillac kann es qualitativ durchaus mit Pétrus aufnehmen, hat aber eine andere Stilistik. Zudem gibt es von Baron Rothschild auch sehr viel mehr Weine in allen Preisregionen mit durchgängig überzeugender Qualität.

So auch bei der Domaine Joseph Drouhin: Deren Musigny Grand Cru kann es durchaus mit Romanée-Conti aufnehmen. In mehr als 90 verschiedenen Appellationen erzeugen die Drouhins durchgängig ausgezeichnete Qualität. Aber die Drouhins können noch mehr: Vom delikaten Einstiegswein bis hin zum Weltklasse Grand Cru setzen sie Maßstäbe mit einem ganz eigenen Stil, der mit seiner Finesse und Eleganz unverwechselbar und einzigartig ist. Fazit: Was Mouton-Rothschild für Bordeaux ist Joseph Drouhin für das Burgund.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Familie stammt aus dem Chablis. Joseph Drouhin zog 1880 nach Beaune ins Zentrum Burgunds, um dort nicht nur seinen Chablis zu verkaufen, sondern auch andere Burgunder zu erzeugen. Das gelang nur mäßig, erst sein Sohn Maurice schaffte es hochwertige Weinbergslagen zu kaufen (wie etwa in Beaune den Clos des Mouches oder in Clos de Vougeot).

1957 übernahm dessen Sohn Robert Drouhin die Geschäfte, und mit ihm folgte die eigentliche Expansion, die zum Teil durch den Kauf weiterer hochwertiger Lagen, aber auch durch Kooperation mit anderen Winzern eine eigene Dynamik erlangte. Er war der erste Winzer im Burgund, der den naturnahen Anbau propagierte und auch der erste, der eine weibliche Önologin einstellte. Und er war für die Expansion in die USA nach Oregon zuständig.

Ende der 80er Jahre erfolgte die komplette Umstellung auf biologischen Weinbau, seit Ende der 90er Jahre werden die eigenen Parzellen biodynamisch bewirtschaftet. Da aber auch viele Trauben hinzugekauft werden, sind die Weine grundsätzlich nicht bio-zertifiziert.

Roberts 4 Kinder führen heute den Betrieb, dennoch hat der 92-jährige immer noch ein waches Auge darauf. Frédéric ist der Chef des Unternehmens, Véronique verantwortet die Weinbereitung in allen Betrieben, Philippe kümmert sich um die Rebflächen und Laurent ist für den größten Exportmarkt, die USA, zuständig.

Der historische Keller der Domaine Joseph Drouhin

Die historischen Keller inklusive Show-Room und Kundenshop mit Probiermöglichkeit liegen mitten in Beaune, zwischen Kirche und den Hospices de Beaune. Sie befinden sich unter historischen Gebäuden, wie etwa das ehemalige Regional-Parlament. Einer der Keller war der mittelalterliche Keller der Herzöge Burgunds, einer war der Keller des französischen Königs, und der größte Keller mit einem hohen gotischen Gewölbe war der Keller der Mönche der Klosterkirche. Spektakulär! Alles vollgestopft mit Barriques, doch seit zwei Jahren gibt es hier keinerlei Weinausbau mehr, denn die Enge machte das alles zu kompliziert. Dafür reifen die Marcs de Bourgogne hier unten, was weniger Probleme bereitet als beim Weinausbau, denn der Marc reift zehn Jahre lang in den Fässern. Sprich diese Fässer müssen nur selten bewegt werden.

Die eigentliche Weinbereitung findet in einer modernen Produktionsstätte ohne Kellerromantik vor den Toren Beaunes statt. Die historischen Keller sind dafür zu klein, denn immerhin müssen Trauben aus 78 Hektar Eigenbesitz sowie die Trauben von zahlreichen Vertragswinzern verarbeitet werden.

Was aber ist das Besondere an Drouhin?

Ganz sicher nicht die Größe. Auch das Bekenntnis zur bestmöglichen Qualität findet man bei anderen Betrieben. Es ist vielmehr die gar nicht so einfach zu bewältigende Tatsache, dass das Bekenntnis zur Exzellenz durchgängig mit einer eigenen Stilistik auch umgesetzt wird! Hier sind die vier Schlüsselfaktoren:

1. Es ist schon erstaunlich, dass die Drouhins sich trotz ihrer Größe schon frühzeitig für biodynamischen Weinbau entschieden haben. Der Respekt vor der Natur, vor dem Terroir, vor der Unterschiedlichkeit jeder Appellation und gar jeder Parzelle wird hier gelebt. 78 Hektar maschinell zu bearbeiten ist schon eine Herausforderung, aber diesen Besitz, der sich über das gesamte Burgund verteilt, auch biodynamisch zu bewirtschaften, ist unglaublich! Die Böden mit dem Pferd zu pflügen mag vielen nostalgisch erscheinen, die reale Umsetzung aber ist arbeitsintensiv und organisatorisch eine Meisterleistung. Ebenso der Verzicht auf systemische, chemische oder industrielle Pflanzenschutzmittel oder Dünger erfordert Intelligenz, Gespür für das Machbare und Notwendige, Sensibilität für Pflanzen und Mikroorganismen und ein genaues Verständnis für die natürlichen Zyklen und Abwehrkräfte. Dass dies auf 78 Hektar gelingt, ist für sich genommen schon ein kleines Wunder!

 Das Pflügen mit Pferden bei Drouhin

Die Bearbeitung der Böden - in diesem Fall das Pflügen - erfolgt mit Hilfe von Pferden

 

2. Hinzu kommt eine Fokussierung auf die besten Lagen im Burgund. Denn der ganze Aufwand macht sich eben bei den Top-Lagen stärker bemerkbar als bei den einfacheren Lagen. So befinden sich im Eigenbesitz von Drouhin mehrheitlich Premier- und Grand-Cru Lagen, deren Namen schon den Kennern das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Corton-Charlemagne, Musigny, Clos de Vougeot, Clos des Mouches, Echezeaux, Grands Echezeaux, um nur einige zu nennen. Dazu ergänzend werden mit Vertragswinzern langjährige Verträge über die Bewirtschaftung von Parzellen oder aber über die Lieferung von Trauben abgeschlossen. Im letzteren Fall wird deren Bewirtschaftung vorgeschrieben und überwacht. Ein Beispiel? Schon seit mehr als 40 Jahren bezieht die Familie Drouhin exklusiv die Trauben von Marquis de Laguiche aus dessen Grand Cru - Lage im Le Montrachet!

Eingang zum berühmtesten Weinberg in Beaune: Die Premier Cru Lage "Clos des Mouches"

Eingang zum berühmtesten Weinberg in Beaune: Die Premier Cru Lage "Clos des Mouches"

 

3. Der sensible Umgang setzt sich im Keller fort. Handlese, schonender Traubentransport und respektvoller Umgang mit der sensiblen Frucht sind hier - wie in anderen Top-Betrieben auch - Standard. Doch der Unterschied drückt sich eben in der Philosophie aus: Um die Stilistik des Hauses zu wahren wird auf faule Kompromisse verzichtet. Bei unzufriedenstellender Qualität wird dann schon mal eine Partie offen verkauft und nicht einfach verschnitten.

4. Überraschend dürfte für die meisten Burgund-Kenner sein, wie wenig Holz (und vor allen Dingen wie wenig neues Holz) bei Drouhin verwendet wird. Selbst bei den Spitzenweinen steigt der Anteil neuen Holzes auf höchstens 30%, meist liegt er darunter. Das Holz darf bestenfalls die Struktur des Weines verbessern, aber nie die Feinheit und Eleganz verwischen. Das ist der Stil des Hauses! Sublime, feine Nuancen einer Lage werden herausgearbeitet, unterstrichen, hervorgehoben.

Weinprobe bei Drouhin: Selbst die besten Flaschen wurden mir geöffnet

Weinprobe bei Drouhin: Selbst die besten Flaschen wurden mir geöffnet

 

Diesen Stil muss man schmecken! Eine Erfahrung, die man selbt erleben muss!

Selbst die besten Erklärungen ersetzen nicht das Erlebnis: verkosten Sie am besten einen Drouhin mit einem Wein der gleichen Appellation von einem anderen Winzer aus dem Burgund. Sie werden überrascht sein, wie feingliedrig, wie nuanciert, wie verspielt und wie elegant die Weine Véroniques sind. Da wirken viele andere gute Burgunder oft plump, rustikal oder gedopt. Die Drouhin'schen Weine hingegen haben eine Spannung, einen Fluss, eine Vibration, die glasklar zeigen: Das ist Burgund vom Feinsten!

Text: Frank Roeder MW

Fotos: Drouhin

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