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Châteauneuf-du-Pape 2013 ACChâteau de Beaucastel

Châteauneuf-du-Pape 2013
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Château de Beaucastel

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Châteauneuf-du-Pape blanc 2014 ACChâteau de Beaucastel

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Traumhafter Châteauneuf-du-Pape: Beaucastel 2015 jetzt in Subskription sichern

30.07.2016

Was Egon Müller mit seinen Scharzhofberger Weinen für den Riesling ist, gilt auch für die Familie Perrin mit ihrem Château Beaucastel für Châteauneuf-du-Pape: Der älteste und angesehenste Betrieb, der mit seinen Weinen der Maßstab für die gesamte Region ist. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Familie Perrin, die bei einem mehrtägigen Besuch von mir vor Ort beschlossen wurde. Dabei konnte ich nicht nur einen detaillierten Einblick in die Betriebsphilosophie erhalten und alle Weine verkosten, sondern mir auch ein Bild von den spektakulären Weinen des Jahrgangs 2015 machen! Jetzt gilt es, sich die phänomenalen 2015er in Subskription zu Vorzugspreisen zu sichern!

Immer wieder werde ich gefragt, warum manche Winzer so exorbitant viel bessere Weine produzieren als ihre Nachbarn, die doch die gleichen Voraussetzungen haben. Klima, Wetter, Böden: die Unterscheide sind meist minimal. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Betriebe wie Château Beaucastel oder etwa Alvaro Palacios oder Bruno Paillard erzeugen deshalb so viel bessere Weine, weil sie sich der Exzellenz in jedem Detail verpflichtet haben. Ähnlich den großen Drei-Sterne-Köchen achten sie bei jedem Arbeitsschritt darauf, mit bestem Material sorgfältigst umzugehen und mit großer Erfahrung ihre Vision eines Gerichtes/Weines umzusetzen.

Den Perrins gelingt das seit Generationen. Faszinierend für mich war bei meinem Besuch zu erleben, dass selbst die profansten Dinge so perfekt organisiert sind, dass alles bestens vorbereitet ist und es für alles einen Plan B gibt. Den meisten Besuchern dürfte so etwas gar nicht auffallen, aber jemand, der schon hunderte von Weingütern besucht und besichtigt hat und immer hinter die Kulissen schaut, weiß dass es keine Selbstverständlichkeit ist, etwa beim Gang durch den Keller an jedem zu verkostenden Fass ausreichend Gläser, einen Spucknapf und eine Pipette vorbereitet zu sehen. Und dann auch noch so flexibel zu sein, sämtliche Besucherwünsche zu erfüllen. Dies ist nur ein kleines Beispiel um zu verdeutlichen, wie die Perrins ticken! Es gäbe zig andere Beispiele, aber wir wollen uns hier ja auf den Wein konzentrieren.

Die Weine von Beaucastel zeichnen sich nicht durch Opulenz, Wucht oder Kraft aus, sondern durch Eleganz, Finesse und Frische. Während in der gesamten Region Châteauneuf-du-Pape die Sorte Grenache dominiert, die schwere, alkoholstarke Weine (15,5% und mehr) ergibt, trägt sie bei Beaucastel mit nur rund 30% zur Cuvée bei. Ungewöhnlich ist hingegen der hohe Anteil (ebenfalls rund 30%) an der spät reifenden Sorte Mourvèdre, die deutlich niedrigere Alkoholwerte erreicht. (Beim besten Wein von Beaucastel, dem Hommage à Jacques Perrin, beträgt der Mourvèdre-Anteil gar über 60%.) Zudem sind die Beaucastel-Weine aus allen dreizehn zugelassenen Rebsorten erzeugt, was definitiv zur enormen Komplexität der Weine beiträgt.

Die großen Holzfässer im Keller von Château Beaucastel

 

Selbst die Spitzenweine werden überwiegend in großen Holzfässern ausgebaut, denn die Frucht soll dominieren. Man findet zwar auch Barriques-Fässer, doch für einen Betrieb dieser Größenordnung nur in homöopathischer Anzahl. Sie werden letztlich nur zum "Abschmecken" wie feine Gewürze eingesetzt. Somit steht die Frucht im Vordergrund. Damit die Weine aber tatsächlich auch Größe zeigen, bedarf es zweier zusätzlicher Voraussetzungen: Erstens perfekt gereiftes, kerngesundes Traubenmaterial, das die Perrins dank biodynamischem Weinbau und des trocken-heißen Klimas an der südlichen Rhône auch Jahr für Jahr lesen. Und zweitens niedrige Erträge, um die Mineralien in den Beeren zu konzentrieren. Das gelingt auf zwei unterschiedlichen Wegen: zum einen sorgt ein niedriger Anschnitt ohnehin für kleine Erträge, zum anderen sind die Rebstöcke in vielen Parzellen schon in einem Alter, dass die Erntemenge schon auf natürliche Weise klein bleibt.

Doch nun zum 2015er: Matthieu Perrin, der mich auf dem dreitägigen Besuch begleitet, spricht von einer "außergewöhnlichen Lese! Wir hatten zu Beginn der Lese Anfang September geradezu perfekte Bedingungen: Trockenes warmes und sonniges Wetter mit kühlen Nächten, ein paar Tage starker Mistral, der für einen perfekten Gesundheitszustand der Trauben sorgte. Wir machten uns etwas Kummer wegen der niedrigen Säurewerte durch den heißen Sommer, aber die Aromen in den Beeren waren einfach großartig. Die Lese begann am 7. September mit den weißen Sorten Roussanne und Marsanne. Die Grenache reifte zum Glück sehr langsam weiter und konnte so unerwartet viel Frische bewahren, gleichzeitig stieg der Polyphenolgehalt in den Beerenhäuten stark an. Ein paar Regentage Mitte September verzögerte die Lese, wir begannen mit der Grenache auf Beaucastel am 25. September. Am 5. Oktober brachten wir dann die letzten Mourvèdre in den Keller. Uns war schnell klar, dass wir mit dem Jahrgang 2015 großartige und außergewöhnliche Qualitäten gelesen hatten."

Der 2015er Châteauneuf-du-Pape rouge zeigte schon nach der ersten Cuvéetierung mit allen 13 Sorten eine faszinierende Qualität, die den großartigen Bedingungen gerecht wird. Unglaublich tief in der Farbe und ausdruckstark im Bukett, mit viel Blaubeeren und Johannisbeer-Gelee, ultrafeinen Tanninen und delikaten Aromen. Ein eindrucksvoller, energiegeladener Wein von großartiger Balance, der noch für Furore sorgen wird.

Der 2015er Coudoulet, der "kleine" Bruder vom großen Châteauneuf-du-Pape, ist fantastisch gelungen, wohl der beste Coudoulet aller Zeiten. Nur durch eine Straße getrennt liegen die Reben außerhalb des Anbaugebietes für Châteauneuf-du-Pape, aber sonst ist alles identisch: Böden, Klima, Wetter, Weinbau und die legendäre Sorgfalt, mit der auf Beaucastel gearbeitet wird. Tiefdunkles Rubinrot; Schon das hoch komplexe Bukett verrät, wie gut der Wein wird: opulente Fülle von dunkelbeeriger Frucht gepaart mit Würz- und Kräuternoten und Lakritze; am Gaumen eine überragende Balance von dunkelbeeriger Frucht, feinen Gerbstoffen und einer faszinierenden Frische. Genialer Wert!!!

Der warme Jahrgang 2015 mit seinem Bilderbuchsommer war in erster Linie ein Rotwein-Jahrgang. Die Weißweine von Beaucastel sind zwar auch gelungen, aber etwas kräftiger als gewohnt und mit einer leicht niedrigeren Säure ausgestattet. Die Opulenz mag vielleicht zu hohen Punktzahlen beitragen, aber die Säure wiederum ist aus meiner Sicht aber genau das i-Tüpfelchen, das diese großartigen Weine frisch und lebhaft macht. Dies findet sich schöner in den Weißweinen des kühleren Jahrgangs 2014 wieder, die trotz aller Kraft und Tiefe so ihre Verspieltheit und Frische bewahren, dass man all ihren Nuancenreichtum mit jedem Schluck erneut entdecken und erforschen kann. Es steht außer Frage, dass man sich dabei an ihrer exzellenten Finesse berauschen kann.

Meine Empfehlung also: Die 2015er Rotweine von Beaucastel jetzt in Subskription kaufen, und bei den Weißweinen auf die 2014er zurückgreifen!

Text: Frank Roeder MW

Fotos: Château Beaucastel

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