Kunstpreis 1998-2006

VIF - Kunstpreis

Seit 1998 schreibt VIF Weinhandel jährlich einen Kunstpreis aus. Angesprochen werden alle Kunstschaffenden der Bereiche Malerei, Grafik und Bildhauerei zur Gestaltung der Titelseite des VIFWeinkataloges. Die Technik ist freigestellt. Der thematische Bezug zum Thema Wein soll erkennbar sein.

Der VIF Kunstpreis soll eine Förderung der Bildenden Kunst sein. Wesentlicher Bestandteil dieser Förderung ist die Abbildung auf der ersten Seite des VIF Kataloges, der in einer Auflage von mehreren Tausend Exemplaren gedruckt wird. Damit wird dem/der Preisträger/in die Möglichkeit geboten, sich der Öffentlichkeit bundesweit vorzustellen. Der/die Gewinner/in erhält einen attraktiven Preis in Form von Bargeld und Wein. 

Den Teilnahmebogen für den VIF Kunstpreis 2018 können Sie jetzt per Klick hier downloaden.

Sollte der Link nicht funktionieren und Sie an einer Teilnahme interessiert sein oder jemanden kennen, der eventuell teilnehmen möchte, senden wir Ihnen gerne den Anmeldebogen mit den Ausschreibungsbedingungen zu.

Einsendeschluss für den VIF Kunstpreis 2018 ist der 31. Januar 2018

 
Das Siegerbild 1998

Das Siegerbild des Jahres 1998 ohne Titel ist eine Koproduktion der beiden Künstler Christel Traut und Mike Siebler.

Christel Traut, engagierte Künstlerin aus Völklingen, ist insbesondere für ihre Holzdrucke weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt. Sie arbeitet als freischaffende Künstlerin in Völklingen.

Mike Siebler, Künstler und Galerist aus Köllerbach, hat sich vor allem durch seine Arbeiten mit farbigem Papier einen Namen gemacht. Beide sind Mitglieder der Jury zur Auswahl des Siegerbildes bei VIF Weinhandel.

 

 
  Das Siegerbild 1999

Das Siegerbild des Jahres 1999 mit dem Titel "Rotwein geschüttet" stammt von Hans Ruschel, Überherrn. Mischtechnik. Das Bild im Format 19,5 x 25,5 cm überzeugte die Jury nicht nur wegen des starken künstlerischen Ausdrucks, sondern auch wegen der originellen Technik: Mit weißem Wachsstift zeichnete der Künstler ein Glas auf den Karton, übergoss mit tiefdunklem Rotwein das Papier und ergänzte den geschütteten Rotwein mit den Knoblauchzehen und dem Lorbeerblatt. Die Symbiose Wein und Genuss wurde beispielhaft umgesetzt.

 

Hans Ruschel lebt als pensionierter Lehrer und freischaffender Künstler im saarländischen Überherrn.

 
Das Siegerbild 2000

Das Siegerbild des Jahres 2000 mit dem Titel "Weinkultur" stammt von Hildegard Kraft aus Taben/Rodt (bei Trier). Mischtechnik. Format 50 x 60 cm. Die originelle Auseinandersetzung mit dem Thema Wein und Kultur überzeugte die Jury einstimmig. Aus der Kulturseite einer Tageszeitung wurden ein Korkenzieher und ein Korken ausgerissen und zusammen mit den kräftigen Farben ergab dies eine stimmige Komposition. Der Zusammenhang zwischen Wein, Kunst und Kultur wurde beispielhaft dargestellt.

 

Frau Kraft studierte in Koblenz Kunsterziehung für das Lehramt und lebt heute als freischaffende Künstlerin im malerischen Dorf Taben.

 

 
  Das Siegerbild 2001

Das Siegerbild des Jahres 2001 mit dem Titel "Weinflasche" stammt von Susanne Zwirner aus dem Künstlerdorf Grötzingen bei Karlsruhe. Gouache auf Papier. Das Bild im Format 14 x 24 cm beeindruckt durch seine lebhaften, leuchtenden Farben. Es vermittelt die mit Wein verbundene Lebens- und Sinnenfreude.

 

Frau Zwirner, Jahrgang 1962, studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Prof. K. Arnold und ist seit 1991 als Kunsterzieherin am Gymnasium tätig.

 
Das Siegerbild 2002

Unter den zahlreichen Einsendungen wählte die Fachjury in diesem Jahr das Bild "Côtes de Provence" der Künstlerin Doris Kleffmann-Metz aus dem hessischen Nieder-Wöllstadt. Das Bild im Format 30 x 80 cm, Acryl auf Leinwand, überzeugte die Juror(inn)en aufgrund seiner farblichen Gestaltung und der starken graphischen Ausdruckskraft. Das Bild ist Teil einer Serie von Provence-Impressionen aus dem Jahr 2001. Durch das zoom-artige Vergrößern der Bildausschnitte treten Farbe, Struktur und Form gegenüber einer realen Abbildung in den Vordergrund. Einige dieser Arbeiten sind als Diptychen oder Triptychen zu reihen.

Frau Doris Kleffmann-Metz, Jahrgang 1954, arbeitet seit 1989 als freischaffende Künstlerin und leitet seit 1993 freieMalkurse im eigenen Atelier in Nieder-Wöllstadt bei Bad Nauheim (nördlich von Frankfurt). Sie reist seit vielen Jahren jährlich mindestens einmal in die Provence und ist dort von den Farben und Strukturen zunehmend fasziniert. So entstand der Wunsch bzw. der Drang, diese Thematik künstlerisch umzusetzen. Zahlreiche regionale Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen haben sie auch über ihre Region hinaus bekannt gemacht. Seit 1993 veranstaltet die Künstlerin jeweils am 1. Mai und den darauf folgenden Tagen das Kunst-Event "Kunst in den Mai", eine umfassende Atelierausstellung in Haus + Garten, verbunden jeweils mit musikalischem Programm sowie der Vorstellung einer/s Gastkünstler/in. Kontakt Telefon (06034) 906449.

 

 

 

Das Siegerbild 2003

Unter den Einsendungen wählte in diesem Jahr die Jury eine Arbeit von dem Künstler Mike Siebler, Püttlingen/Saar aus. Die Papierarbeit besteht aus vier Fahnen, in der jeweiligen Größe 35 cm  x 100 cm. Das Werk ist ohne Titel und in Mischtechnik erarbeitet. Mit einem Spachtel wurde ein farbiger Untergrund gestaltet und mit Holz, welches aus den Kisten für die Weinaufbewahrung stammt, wurde auf den farbigen Untergrund gestempelt. Danach wurde die Arbeit mit Tusche bearbeitet. Der Charakter der Fahne soll Leichtigkeit, Bewegung und Lebendigkeit vermitteln. Die Farbauswahl soll bewusst einen irdenen Bezug assoziieren. Das Holzstück ist ein Element des Lagerprozesses. Durch die nachträgliche Bearbeitung mit Tusche soll eine Verfremdung des Materials (Holzstempeldruck und Tusche bilden eine Einheit) und zugleich Verbindung zur Lebendigkeit der Fahne (Fahne in ihrer Bewegungsstruktur) hergestellt sein. Auf dem Titelblatt ist eine dieser Fahnen zu sehen.

Mike Siebler, Jahrgang 1962, studierte an der Universität Kaiserslautern Architektur und  erreichte 1986 eine Platzierung an einem Gestaltungswettbewerb der Universität Kaiserslautern. 1987 wechselte er an die Erziehungswissenschaftliche Hochschule Rheinland-Pfalz EWH mit dem Fach Bildende Kunst. Seit Juni 1993 ist er Leiter der Werkstatt für kreatives Gestalten der Stadt  Püttlingen. Ebenso organisiert er die Kunstausstellungen für die Stadt Püttlingen. Seit 2003 ist er Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal KiK. Durch Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen in der Region, sowie überregional hat er sich künstlerisch einen Namen gemacht.

 

Das Siegerbild 2004

"Stilleben mit roter Flasche" von Sëping

Die Jury wählte in diesem Jahr ein Stilleben: Der Farbklang Rot/Grün bestimmt die farblichen Kontraste in der Bildcollage von Sëping. Assoziationen zu Wein und Laub, Wachsen und Werden tun sich auf. Die verschiedenen Bildelemente bestehen aus mit Acryl, Tinte und mit Öl bemalten Papieren verschiedener Stärke. Sie wurden zu Collageteilen verarbeitet, auf neue Gründe arrangiert und erneut collagiert. Der langanhaltende Prozess der Gestaltung - ähnlich dem Werdegang eines guten Weines - war maßgeblich bei der Entstehung des Werkes.

Die Arbeit ist 34 x 44 cm groß und entstand 2003.

Sëping, mit bürgerlichem Namen Sybille Berger-Jenisch, lebte über 4 Jahre in Peking. Sie war Meisterschülerin an der Zentralen Akademie für Bildende Künste in Peking, erlernte die chinesische Sprache und unternahm zahlreiche Reisen in verschiedene Länder und Kulturen.

Die ausgebildete Pädagogin mit langjähriger Berufspraxis ist seit 1991 als freischaffende Künstlerin tätig. Sie lebt und arbeitet in Bad Schönborn. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, die Arbeit im Vorstand des BBK Karlsruhe (Berufsverband Bildender Künstler) sowie die Durchführung eigener Seminare sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Viele Arbeiten sind im Besitz privater und öffentlicher Sammler.

Weitere Informationen unter www.seping.de.

 
 

 

Das Siegerbild 2005

"Lista dei Vini“ von Heinz Daniels

Die Jury entschied sich in diesem Jahr für eine Digitalgraphik: Das Werk überzeugte sowohl durch seine kompositorische Gestaltung als auch durch seine Ausdruckskraft. Die Vielfalt des Themas Wein wird überzeugend und ansprechend dargestellt.

„Meine Überlegung war, dass das Bild Vielfalt und Freude ausdrücken muss. Eine oder zwei Flaschen abzubilden, wird dem Thema meiner Meinung nach nicht gerecht. Wein ist so etwas wunderbar Vielfältiges - in Bezug auf Herkunft, Alter, Geschmack, Geruch, Farbe und Charakter. Das wollte ich in meinem Bild unterbringen. Ich wollte auch dunkle, schwere Farben vermeiden, weil Wein auch viel mit Leichtigkeit, Freude, Genuss zu tun hat.

So habe ich viele Abbildungen verschiedenster Weinflaschen gesammelt, eingescannt und am Computer zu einer Collage montiert. Dann beginnt die Arbeit am PC, um das Bild entstehen zu lassen, das im Kopf schon existiert. Nach vielen Versuchen ist es dann das meiner Ansicht nach richtige Bild geworden.“

Heinz Daniels lebt als freischaffender Künstler in Waldshut. Zahlreiche regionale und nationale Ausstellungen, aber auch im Europa-Parlament in Strasbourg, haben ihn über Baden-Württemberg hinaus bekannt werden lassen. Mehr Informationen über den Künstler und seine Werke unter www.artavista.de

 

Das Siegerbild 2006

Rauminstallation  von Josefh Delleg

Josefh Delleg wurde 1958 in Südtirol geboren und lebt heute in Kassel. Er ist Absolvent der Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Seine Installationen und Objekte werden in Deutschland und im europäischen Ausland gezeigt.

Bei dem Werk handelt es sich um ein Konvolut aus gegossenen Betonflaschen. Der Künstler setzt bewusst dieses unterschiedlich wirkende Material ein. Raue Strukturen, glatte Oberflächen geben jeder Flasche, die aus der gleichen Gussform entstanden ist, ein individuelles Erscheinungsbild. Die Installation selbst ist jedoch als 30-teilige Gesamtkomposition zu sehen. So stehen die Formen dicht beieinander, in regelmäßigem Abstand. Sie bilden regelmäßige Reihen, Folgen, ein nahes Neben- und Hintereinander, eines der selbstgestellten Themen des Künstlers. Leichte Schattierungen, die von den Flaschen selbst, aber auch von zart abgestuften Farbzusätzen herrühren, geben dem Kunstwerk zusätzliche Tiefe.

Ein auffälliges Merkmal seiner Arbeiten ist die Wiederholung eines Elements oder besser: dessen Multiplikation, zuweilen sogar mit akustischen Reihungen raumfüllend gepaart. Minimal Art und Arte Povera, und die mit beidem verbundene Konzeptkunst, gehören zu seinen künstlerischen Wahlverwandtschaften.

Kontakt: josefh.delleg@gmx.de

 

 

Das Siegerbild 2007

 „In Vino Veritars“ von Anna Schaberick 

 

Die Arbeit der Heidelberger Künstlerin besteht aus drei Leinwänden und ist insgesamt 30 x 85 cm groß.

Die Thematik ihrer Arbeit IN VINO VERITARS stammt aus einem Zitat Dantes: „Vom Urbeginn der Schöpfung ist dem Wein eine Kraft beigegeben, um den schattigen Weg der Wahrheit zu erhellen.“

Seit 1978 unterrichtet die in Italien aufgewachsene Künstlerin in Baden Italienisch und Kunst. Anna Schaberick, Jahrgang 1953, lebt heute in Heidelberg und ist als Bildhauerin tätig. Zu ihren bevorzugten Materialien gehört der Werkstoff Holz.

Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland sowie Prämierungen ihrer Arbeiten zeugen von der hohen Qualität ihrer Schaffenskraft. 

 

Kennzeichnend für das malerische Schaffen von Anna Schaberick sind eigenwillige  Farbinterpretationen  in Verbindung mit einer experimentellen Mischung, in der sie ihre abstrakten Arbeiten anlegt. Acryl, Sand, Rost und Asche stehen bei ihr gleichberechtigt nebeneinander. Sie experimentiert und setzt Erfahrenes in ihre Werke ein.

Der Titel ihrer letzten Ausstellung „Begegnungen“ bezieht sich auf ihre Neugierde und Offenheit verschiedenen Werkstoffen gegenüber. So fanden „Materialbegegnungen“ zum Beispiel zwischen Metall, Ton und Farbe statt.

Ihr prämiertes Werk zeichnet sich durch eine homogene Farbgebung aus. Grafische Elemente in Form einer konsequenten Linienführung geben der Arbeit eine räumliche Struktur.

   

Das Siegerbild 2008

 „Ohne Titel“ von Valbone Osmanaj 

In diesem Jahr wurde von der Jury für den VIF Kunstpreis eine Arbeit von Valbone Osmanaj ausgewählt. Frau Osmanaj wurde 1972 im Kosovo geboren und lebt seit 1979 in Deutschland. Sie ist Kunststudentin an der freien Kunstakademie IBKK in Bochum. Ausstellungen im In- und Ausland und eine Begabtenförderung 2008 für Nachwuchskünstler zeigen eine stetige Entwicklung ihrer künstlerischen Tätigkeit.

Ihre Arbeiten sind durch den Realismus geprägt und durch abstrakte Einflüsse begleitet. Häufig sind ihre Werke politisch orientiert. Besonders faszinieren sie Menschen und ihre ganz persönlichen Geschichten. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen gibt sie diese auf der Leinwand wieder.

In der von der Jury ausgewählten Arbeit handelt es sich um ein Ölbild auf Leinwand im Format 50 cm x 70 cm. Die Künstlerin gibt dem 2008 entstandenen Werk bewusst keinen Titel. Es zeigt ein zerbrechendes Rotweinglas. Sie hält den Bruchteil eines Momentes in ihrer Arbeit fest. Das Auge des Betrachters richtet sich einzig auf das aktuelle Geschehen. Ein mit Rotwein gefülltes Glas zerspringt und die darin befindliche Flüssigkeit ergießt sich auf die Oberfläche. Dieses fotografisch wirkende Motiv enthält bewusst keine weiteren Informationen.

Wichtig ist für die Künstlerin, die Aufmerksamkeit des Betrachters einzig auf das Geschehen dieses ungewöhnlichen Motivs zu lenken. Der Betrachter selbst erhält die Information der augenblicklichen Situation. Dies wertet die Künstlerin als Impuls für den Außenstehenden, sich den sozialen Kontext selbst zu ergründen.

Mike Siebler, Leiter der Werkstatt für kreatives Gestalten der Stadt Püttlingen

 
 

Das Siegerbild 2009

 „Symbiose“ von Andrea Plefka 

Eine Arbeit von Andrea Plefka aus Offenbach belegte mit dem Bild Symbiose den ersten Platz dieses bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs.

Die 1959 in Offenbach/M. geborene und lebende Künstlerin Andrea Plefka studierte an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach Design mit abschließendem Diplom. Nach einigen Jahren meist freiberuflicher Tätigkeit als Grafikerin und Illustratorin arbeitet sie seit 1996 als freischaffende Künstlerin.

Nach Techniken wie Acryl und Öl faszinierte sie immer mehr der Umgang mit Wasser und Farbe: dem Aquarell. Die Transparenz und Leichtigkeit, das Spielen mit linearen Begrenzungen und Farbverläufen und die damit verbundene Ästhetik erscheint ihr als ideales Ausdrucksmittel. Losgelöst vom Realistischen und doch erkennbar ist ihre Motivation.

Der Mensch, das alltägliche Leben und Stimmungen von Reisen inspirieren sie zu ihrer Motivwahl. Seit 1990 zahlreiche Ausstellungen in Galerien und öffentlichen Räumen. Weitere Informationen unter www.art-plefka.de

Das in Lasurtechnik gemalte Aquarell Symbiose stellt die Verschmelzung einer Rebe und zweier Figuren mit einem Weinglas dar. "Die Rebe als Symbol für Wein, aber auch des Ursprungs und der Mensch, der sie kultiviert und erst zu einem Wein werden lässt, gehören für mich unzertrennbar zusammen. Aber auch die damit verbundene Sinnlichkeit des Genusses, der Kommunikation und Inspiration wollte ich zum Ausdruck bringen."

   

 Das Siegerbild 2010

 „Lebensraum Wein“ von Carmen Wölflinger

Die 1967 in Völklingen geborene und lebende Carmen Wölflinger ist seit mehreren Jahren als freischaffende Künstlerin tätig. Kunst ist für sie "mehr sehen zu wollen und hinter die Dinge zu schauen, um mehr über die Welt und mehr über sich selbst zu erfahren".

Ihre Lust am Experimentieren erbringt sehr unterschiedliche Arbeiten. Die figürlichen und abstrakten Kompositionen zeigt sie auf überwiegend großen Formaten. Malen ist für sie "eine Reise ins Reich der Farben, eine Quelle der Entspannung und Faszination. Wichtig ist mir, was meine Kunst mit dem Betrachter macht."

Das in Mischtechnik (Acrylfarbe, Spachtelmasse, Naturmaterialien, Erde, Baumrinde, Sand und Kaffee) gestaltete Werk Lebensraum Wein im Format 100 x 150 cm entstand im Januar 2010. Die Verbundenheit der Rebe mit ihrer natürlichen Umgebung zeigt den Wein als Naturprodukt. Dies drückt sich nicht nur in den verwendeten Materialien, sondern auch in der Farbgebung aus. Vom zarten Grün der Beerenhaut bis hin zu den braunen Tönen des Eichenholzfasses harmonieren die Farben wie die Aromen im Wein. Ein balanciertes Werk, mit auffälliger Struktur und Textur, Persönlichkeit und Charakter: Wie ein großer Wein!

Die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten des Werkes waren mit ausschlaggebend für das Votum der Jury.

 
   
VIF Kunstpreis 2011 Das Siegerbild 2011

 „In Vino Veritas“ von Hyon-Soo Kim

750ml Wein, Lack signiert und gesiegelt auf Leinen, Weissfarbe, nummeriert

Kunst ist Nahrung, und geistiges Getränk.

Hyon-Soo Kim gibt dem Wein ein neues Gefäß. Durch Umwickelung mit textilen Streifen werden Weinflaschen bildhaft zu Mumien, die sich selbst und ihrem Inhalt Dauer verleihen. Umwicklung und Entwicklung sind hier Stationen im selben Prozess.

"Das Thema Gefäß ist seit langem im Zentrum der Kunst von Hyon-Soo Kim. Immer wieder greift sie es von neuem auf und bearbeitet es in neuen Formen.

Gefäß steht für sie als Metapher für Leben und Vergänglichkeit, für Füllen und Entleeren. Ein Gefäß macht nur Sinn, wenn es in sich Sinn hält und dieser Inhalt weitergegeben werden kann, damit auch dem Kreislauf von Einfüllen und Entleeren unterliegt.

In vielen Varianten hat Hyon-Soo Kim Gefäße mit Gewebestreifen umwickelt.

Durch diese Aktion werden individuelle Unterschiede ausgeglichen und unwirksam gemacht. Das Individuelle wird in den Untergrund versetzt, das Gemeinsame wird hervorgehoben.

Das Vergängliche erinnert an den Prozess der großen Transformation aus der allein neues kommen kann. Dafür steht auch die Farbe Weiß, mit der Hyon-Soo Kim ihre "mumifizierten" Gefäße tränkt.

In Korea ist sie sowohl Farbe der Trauer und Vergänglichkeit, symbolisiert aber zugleich Reinheit und die Kraft, aus der Neues hervorgeht."

Dr.  Elisabeth Hartung

   
Das Siegerbild 2012

 "Verführung in Rot“ von Dirk Meyer 

Das Werk im Format 40x40 cm entstand aus einer Polaroid-Fotografie im Aufnahmeformat 9*12 cm: Dirk Meyer hat uns den Entstehungsprozess erläutert:

"Das Verfahren ist heute kaum mehr herzustellen, weil es diese Materialien nicht mehr gibt. Alte Hasen kennen es noch das sogenannte POLAROID Transfer. Die Fotografie steht im Vordergrund: Mit einer Grossbildkamera wurde ein sogenanntes Polaroid erstellt. Dieses professionelle Polaroid wurde nach einigen Tagen weiterverarbeitet, das heisst es wurde mit Wasser gekocht. Dabei muss man peinlich darauf achten, dass die Gelantine nicht wegläuft. Nach einer gewissen "Garzeit" löst sich das Polaroid vom Schichtträger und diesen ersetzt man durch andere hochwertige Papiere wie Büttenpapier oder Luster. Schliesslich werden mit einem Pinsel die kleinen Strukturen fein auseinander gezogen, somit ist dieses UNIKAT fertig".
Begeistert war die Jury aber nicht nur von der ungewöhnlichen Fertigungstechnik, sondern in erster Linie von der Ausdruckskraft des Werkes. Die Sinnlichkeit, das verführerische Element, die Eleganz und die Finesse entsprechen dem Sinneseindruck beim Geniessen eines großen Weines. Das Werk ist förmlich die optische Umsetzung dessen, was Weinliebhaber erleben, wenn sie sich mit geschlossenen Augen mit einem großartigen Wein auseinandersetzen.
VIF Kunstpreis 2012
   
 Sieger des VIF Kunstpreises 2013: Entwicklung der Geschmacksknospen Das Siegerbild 2013

 "Entfaltung der Geschmacksknospen" von  Brigitte Kahmann

Die 70x56,5 cm große Collage hat nicht nur mit ihrer Farbgebung in Rot und Grün einen direkten Bezug zum Wein. Auch die grafische Darstellung und insbesondere der Bezug zum Geschmacksempfinden, zur Komplexität der Aromen, zur nuancierten Wahrnehmung der Unterschiedlichkeit von Süß/Sauer/Salzig/Bitter haben einen engen Bezug zur geforderten Thematik. Die Dreidimensionalität des Werkes birgt ein Spiel von Licht und Schatten, die der Wirkung eines Weines auf die Geschmacksknospen entspricht.

Brigitte (Betty) Kahmann wurde 1961 in Bad Homburg v.d. Höhe geboren und studierte von 1981 bis 1988 Produkt-Design mit Schwerpunkt Keramik an der FH Krefeld, das sie mit dem Diplom abschloss. Es folgten Auslandsaufenthalte auf Hawai, Fidschi und Australien.

1990 baute sie sich eine eigene Werkstatt im Ruhrgebiet und arbeitete als Dozentin, musste diese Tätigkeiten aber aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Erst 2003, damals schon am Rhein wohnend, folgte die Rückkehr zur Kunst. Ihre Intention, die Schönheit der Natur in den Fokus ihrer Bilder zu stellen setzte sie mit Fundstücken aus der Natur um. Bucheckerhülle, Eichelhüllen, Balgfrüchte oder Eukalyptuskapseln nutzt sie zu dreidimensionalen Collagen. So entstand auch das Siegerwerk.

   

Das Siegerbild 2014

 "Weintrinker mit Kuh" von Peter Becker

 

Die Kunst war ihm wohl in die Wiege gelegt: Als Kind einer künstlerisch versierten Familie wuchs Becker, geboren 1954, in der saarländischen Provinz auf. Dem kleinbürgerlich-ländlichen Umfeld seiner Heimat kehrte er nur für die Jahre seines Studiums der Pädagogik den Rücken. Der Grundstein für sein künstlerisches Schaffen ist da (1977) längst gelegt: Zeichnungen in Blei und Kohle, fotografische Arbeiten und immer wieder Ausflüge in entlegene Gefilde wie Comic-Art und Bildgeschichte lassen schon in den frühen Jahren auf eine gewisse Experimentierfreudigkeit schließen.

Das Ergebnis seines präzisen Hinschauens, sind „Seine Kompositionen". „Seine Kunst: unser aller Herzland, das Königreich des Alltags, die Ästhetik des Gewöhnlichen, die subtilen Motive des Banalen!“

Das Werk "Weintrinker mit Kuh" ist eine 16x16 cm große Farbstiftzeichnung auf Leinwand. Peter Becker, selbst bekennender Genießer, verknüpfte die thematische Vorgabe Wein mit Genuss, den das Weintrinken erzeugt oder erzeugen soll. Wie zeigt man den Genuss? Indem man einen Weintrinker beim zufriedenen Einschenken seines geliebten „Feierabendweines“ zeigt, im Schein der untergehenden Abendsonne (Widerschein des Abendrots am rechten unteren Bildrand) mit fragendem Blick auf eine Kuh (soll die ländliche Verbundenheit und Herkunft der Person dokumentieren), die ihm offensichtlich antwortet. Was gefragt wurde, was geantwortet wird, bleibt dem geneigten Betrachter überlassen.

Die Vorlagen für das Bild sind eine Keramikweinflasche in Form einer männlichen Person, vermutlich Franzose und eine Keramikkuh, die als Milchkännchen gedient hat. Die Jury überzeugte neben der handwerklichen Perfektion die ungewöhnliche Perspektive und das symbolträchtige Motiv, und besonders die genussvolle Stimmung des Bildes.

 Sieger des VIF Kunstpreises 2014: Peter Becker, "Weintrinker mit Kuh"
   
 Sieger des VIF Kunstpreises 2015: Ilona Arndt, Lebensqualität Das Siegerbild 2015

 "Lebensqualität" von  Ilona Arndt

Schon beim Betrachten des Siegerbildes versteht man die Diskussionen: Kann ein QR-Code Kunst sein? Entspricht eine Stickerei unserem Verständnis von Kunst? Was soll das? Kann das jeder verstehen? Vertragen sich IT-Technologie und Wein? Solche und noch mehr Fragen wurden in der Jury diskutiert, und schließlich entschied eine knappe Mehrheit, dass alle diese Fragen mit JA zu beantworten sind!

Betrachten wir das Werk einmal genauer: Es ist eine 13,5 x 13,5 cm große Gobelin-Stickerei auf Stramin mit Vlieseline, die in einem 30 x 30 cm großen Rahmen gefasst ist. Es gibt in nüchternem Schwarz-Weiß einen QR-Code wieder, der nur mit entsprechender Technologie, sprich einem Smartphone, zu entziffern ist. Scannt man diesen QR-Code, erhält man als Ergebnis einen schlichten Satz: "Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!"

Eine altbekannte Weisheit. Dieser Aphorismus, der aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe stammt, bekommt in unserer schnelllebigen, auf raschen Konsum getrimmten Gesellschaft eine zunehmend größere Bedeutung. Stress und Hektik lassen immer weniger Zeit für reflektierten, aufmerksamen Genuss. Da wirkt solch ein Sprüchlein wie Balsam.

Doch warum nehmen wir solche Weisheiten immer erst dann wahr, wenn es uns gelingt, dem Alltagsstress zu entfliehen, und uns etwas wirklich Gutes  gönnen? Sollte es nicht umgekehrt sein, und wir uns solche Weisheiten verinnerlichen, damit sie uns öfters daran erinnern, dass es mal wieder Zeit für ansprechenden Genuss ist?

Wie dem auch sei, die Jury war der Meinung, dass nicht nur der Spruch alleine, sondern die Idee und die Umsetzung aller Ehren wert ist, eine alt bekannte Weisheit mit uralter Technik (Stickerei) in eine neue Form zu packen. So wird auch der ohne Handy kaum noch überlebensfähig anmutenden Jugend eine Botschaft übermittelt, die die Kultur des Weingenusses in den Mittelpunkt rückt. Übrigens: Frau Ilona Arndt ist 61 Jahre alt!

   

Das Siegerbild 2016

"Trauben-Rot" von Marc Ballhaus

Das 70x50 cm große Gemälde ist der Stilrichtung „Konkrete Kunst“ zuzuordnen. Hierbei kommt es nicht
auf erkennbare Gegenständlichkeit oder Ausdruck an, sondern rein auf die Wirkung des verwendeten
Materials.
Das Gemälde wurde ausschließlich mit rotem Weintraubenpigment auf Leinwand hergestellt. Als
Bindemittel kam Mohnöl zur Anwendung. Interessant ist, daß je nach Mengenverhältnis zwischen
Pigment und Öl die Farbe unterschiedlich in Helligkeit und Strahlkraft wirkt. Man kann fast nicht
glauben, daß es sich nur um zwei „Zutaten“ handelt. Hohe und niedrige Konzentrationen verändern den
Charakter der Farbe enorm.
Je höher der Anteil des Bindemittels, desto dunkler und trüber wirkt die Farbe. Wichtig ist, daß es in
dem Bild auch Bereiche gibt, die beinahe frei von Bindemittel sind. So kann das Pigment alleine und
unverfälscht wirken. Allerdings ist damit die Oberfläche des Bildes extrem empfindlich. Daß das Pigment
trotzdem auf der Leinwand haftet, erreicht man dadurch, daß man es mit hohem Druck und einer Presse
auf den Untergrund andrückt.
Ausschlaggebend für die knappe Entscheidung der Jury war die Ausdruckstärke und Strahlkraft des
Bildes.
Marc Ballhaus ist aktiver Künstler und in der Nähe von
Freiburg ansässig. Mehr über ihn erfahren Sie auf
seiner Webseite www.marcballhaus.com

 VIF Kunstpreis 2016: Trauben-Rot von Marc Ballhaus
   
 Sieger des VIF-Kunstpreises 2017: "Korkenzieher" von Egon Frank

Das Siegerbild 2017

"Korkenzieher" von Egon Frank

"Als Quereinsteiger im Weinbau gehe ich mit einem aus meinem ersten Leben als Goldschmied und Designer geprägten Blick durch die Reben. Neben der Arbeit am guten Wein bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Schmuckstücke und Kunstobjekte. Die Ranken der Reben, im Winter verholzt und auf den Drähten aufgereiht, sind an sich schon Ornamente von großem ästhetischem Reiz und eignen sich beispielsweise für die Umsetzung in Edelmetall als Ringe, Anhänger und Ketten.

Der "Korkenzieher" entstand aus der spontanen Assoziation der Form eines Abschnitts aus dem einjährigen Trieb mit Ranke, um 90 Grad gedreht, und dem klassischen Korkenzieher mit Spirale und Drehgriff. Die aus ihrem natürlichen Zusammenhang isolierte Form erinnert an ein Werkzeug, das wiederum in kulturellem Zusammenhang mit dem Produkt des Rebstocks steht, an dem sie gewachsen ist. Ein doppelter Verweis, der den ästhetischen Reiz in einen Anreiz zum Denken verwandelt. Könnte man diesen Korkenzieher benutzen? Natürlich nicht, das ist ja grade der Witz an der Sache. Im Unterschied zu den Readymades von Marcel Duchamp ist er etwas anderes als er scheint. Indem er Benutzbarkeit vortäuscht und zugleich diese Erwartung enttäuscht lenkt er den Blick des Betrachters auf die Eigenständigkeit des Objekts und dessen individuellen Charakter."

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